Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1807, [1])

Lasselische *** 
M Stück. 
Montag dm 6L' April 1807. 
Edictalvoeladuttgen. 
^/Mebastian Götz, Sohn des verstorbene« hiesigenRathschöpsen Philipp Jacob Götz, hat sich 
im Jahre 1775 von hier entfernt, und den Nachrichten nach, welche seine Verwandten 
erhalten haben, damals zu Frankfurt unter die Kaiserlich König!. Oesterreichische Trup 
pen anwerben lassen. Nachher soll er in dem Kriege gegen die Türken geblieben seyn. Da 
nun ermelbetem Sebastian Götz jetzt ein geringes Vermögen zufällt; so wird derselbe, falls 
er jener Nachricht ungeachtet noch am Leben seyn sollte, bierdurch zum Empfange unter dem 
Verwarnen vorgeladen, daß wenn er selbst so wenig, als ein rechtmäßiger Erbe von ihm, 
binnen 4 Monaten sich hier melde« wird, nach Vorschrift des Kur, Mainzischen Landrech'ts 
Tit. 14. §♦ ii» werde verfahren werden. Amöneburg am i4ten März 1807. 
Aus dem Iustiy - Amte. Happel. , 
Vorladungen der Gläubiger. 
z) Von der Hessischen Landes , Regierung ist mir auf, Ansuchen des über Emanuel Kersting 
Kinder zu Grebenstein bestellten Vormundes KäckSl aufgetragen worden, zu Bestimmung des 
Schulden, und Vermögens-Bestandes di? Gläubiger öffentlich vorzuladen. Diejenige» 
also, welche an der Verlassenschaft des gedachten Emanuel Kersting gegründete Forderungen 
zu haben vermeynrn, werben hierdurch aufgefordert, sich Freytag den S4ten April nächst- 
künstig Vormittags um y Uhr auf der Amtsstube zlr Grebenstein in Person oder durch hin 
länglich Bevollmächtigte eiozufinden und ihre Forderung so gewiß gehörig zn liquideren, als 
gewiß sie entstehenden Falles gewärtigen müssen, daß sie nachher nicht weiter gehört werden 
können, sondern für die Befriedigung derer sich meldenden Gläubiger, so viel es thnulich ist, 
gesorgt werden wird. Hofgeismar am zittn März 1807. 
Von CommWonswegen. Giesler. 
4) Wir zur Hessen - Casselschen Regierung allhier gnädigst verordnete Gebeimer Ruth, Re- 
gierungS- auch Consistoria!-Direktor, Regierungsräthe, Juftitzrath und Assessores, thun 
kund und bekennen hiermit: Nachdem sich gegen dir Erben des verstorbenen Obrist von 
Schenk zu Frohnhausen so viele Schulden herfürgethan, daß das Vermögen zu deren Til 
gung nicht hinreichend ist, baß Wir demnach den concursu»» Oreciitoruw erkannt, und zu 
Liquidirung der Forderungen terwinum praejudicialem auf Donnerstag den sten Julii b. I. 
anberaumt haben; Als citircn, heischen und laden wir alle und jede Creditores, welche an 
der Verlassenschaft des gedachten Obersten von Schenk Anspruch zu machen haben, hiermit 
hon Gerichts- nnd Rechtswegen, also und dergestalt , daß sie in vorberegtem ^er-mino per. 
U« ' ' er-
        

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