Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1798, [2])

Vom 2zten Julius 1798. 6-7 
-) Da der vor Zppinghaufeu fallende Wolff von Gudenbergische Zehnden sonnabends den agten 
dieses zu Altenhasungen öffentlich vermaltert werden soll; So können sich die dazu Lusttragende 
alsdann daselbst einfinden und die Meistbietende des Zuschlags gewärtigen. Cassel den roten 
Julii 1798. B. w. Rüppell. Vig. ommiss,, 
8) Mitwochs den 8ten August Vormittags um roUhr sollen in der von Calenbergischen Behausung 
zu Wolfsanger, 2 Ehaisen-Pferde nebst Pferdegeschirre, 2 Kühe und ein Rind, desgl. ein Lei 
terwagen , ein großer Küchenschrank und verschiedenes anderes Hölzergerathe öffentlich an den 
Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung, verkauft werden, und können sich daher die resp. 
Kaufliebhaber zur bestimmten Zeit daselbst einfinden« Cassel den 25101 Junit 1798. 
Becker, Regier. SecretariuS vig. Conmüss, 
9) Ein offener Reifewagen für 2 und 4 Personen, nebst Pferdegeschirren, steht bey Hrn. Hof- 
Sattler Braun zu verkaufen. 
10) Braiwschwtiger weiß und roth Winterkraut-Saamen, grüner kraußer Winter-Savoy» nebst 
sonstigen Sämereyen, sind in den bekannten billigen Preisen gut und acht beym Kaufmann Ioh. 
Jacob Trimme! auf dem Gouvernementsplatz wohnhaft zu haben. 
11) Bey dem Schutzjuden Coppell Nathan, wohnhaft beym Bäckermeister Haurandt hinter dem 
Judenbrunnen, siud bey seinen stets führenden Manns- und Frauenskleidern, auch ComtoirS, 
Commoden, Secrelairs, neumodige Sofas, Stühle und Kleiderschränke wie auch alte und neu 
gemachte Bette und Federn von allerhand Sorten, um die billigste Preise zu haben. 
12) Beym Bäckermeister Reier wohnhaft in der Paulistraße in des Büchsenmachermeisters Pfaff 
Behausung sind verschiedene Sorten fein Waizenmehl, von der ersten Sorte 20 Pf. von der 2ten 
Sorte 24Pf. für i Rthlr., wie auch feinen Waizengries 14 Pf., und Gerstengries 24 Pf. für 
i Rthlr. zu haben, er bittet um geneigten Zuspruch. 
Si) Nachdem Montag den zoten Julii d. I. und in denen darauf folgenden Tagen, bey hie 
siger Leyh - Banko die verfallene Unterpfänder an Juwelen, Gold, Silber, Kupfer, Messing, 
Zmngeschirr, Tisch-und Bettlinnen, Manns - und Frauens - Kleidungen, und andere Sache» 
mehr, an die Meistbietende gegen baare und Kassenmäßige Bezahlung verauctionirt werden sol- 
en; als wird solches hiermit bekannt gemacht, damit diejenige, welche ein oder anderes zu erste 
hen willens sind, sich au obgrdachten Tagen, Nachmittags um 2 Uhr, in dem Bancohause ein- 
finden können. Cassel den loten Julii 1798. Aus hiesiger Leyh-Banco. 
14) Es hat der Hr. Commissanus Vollmar, in der Paulistraße, in Commission eine aus Holland 
angekommene gute starke leichte qsitz'ge Chaise zu verkaufen, desgl. 4 gute Geschirre mit einem 
Knechtssattel, auch können die Geschirre an Liebhaber einzeln überlassen werden. 
»5) Der Kaufmann Talckenberg hat seine bisherige Wohnung auf dem Brink verlassen, und ist jezt 
in Nr. 162. an der DruselgasseEcke neben dem Lombard in des Zeughaus Schlosser Endre gehö 
rigen, vorhin dem Hrn. Justitzrath Richter zuständig gewesenem Haus, 3 Treppen hoch anzu 
treffen. 
*6) Es wird auf nachflkünftigen Michaeli ein gutes Quartier von 5 Stuben, 5 Kammern, nebst 
Küche, Keller, Holzraum und Stallung für 2 Pferde, zur Beziehung verlangt; wer solches zu 
vermiethen willens ist, kan sich in der obersten Petristraße in der Behausung des Hofmundschenk 
Diegler Nr. 291. zwey Treppen hoch melden. 
17) Nachdem ich die Vormundschaft über meine Kinder angetreten, so lade sich sämtliche etwanige 
Gläubiger meines verstorbenen Ehemanns hiermit zur Begründung ihrer resp. Ansprüche binne« 
4 Wochen vor, indem ich nach Verlauf dieser Zeit mich auf keinerley Forderung weiter einlassen 
kan noch werde. Cassel den 14101 Julii 1798. 
Des Stcuerrachs Ungewitter Hinterbliebene Witwe. 
18) Es sollen Montag den2zten dieses und die darauffolgende Tage verschiedene Mobilien und 
Effecten, an Silber, Zinn, Kupfer, Messing, Portraits, Steinguth, Kleidein, Betten, Lei 
nen, Hölzerngoäthe, glö Comtoirs, Schränke, Commoden, Egngpe, Stühle, Tische u.dergl. 
Rrrr - mehr.
	        

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