Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1796, [1])

2y? / rZ'es Stück. 
9) Ein zjahriger Wallach, dèrscwok zum Reiten als Fahren zu geSrüuchen stehet, ist zu verkaufen. 
In der Watsenhaus-Buchdruckerey erfährt man den Verkäufer. 
10) Da ich meine bisherige Condition bey der, vom verstorbenen Uhrmacher Hrn. Lapharts hinter 
lassenen Witwe verlassen und mich nunmehro allhier selbst etablirt habe: so mache dieses meinen 
" respective Gönnern und Freunden hiermit bekannt, und empfehle mich denenselben zu geneigtem 
Zuspruch. Mein Logis ist in der Martinistraße in des Schneidermstr. Viehmanns Behausung 
ohmveil der Garnisonökirche. I. AUmeroch, Uhrmacher 
i t) Wer einen z- oder 4fachen Einsatz von Zinn, für 2 Personen, abzustehen hat, kan einen Käu 
fer dazu in der Warsenhaus-Buchdruckerey erfahren. 
12) Beym Kaufmann Joh. Jakob Grimmel auf dem Gouvernementsplatz ist, nebst den stets füh 
renden Specerey-und Fettwaaren, auch noch von allen «orten Garren-und Gemüß-Samercyen 
in den billigsten Preisen zu haben; wie auch von der blauen Wasch-Tinkrur und guten Wein-Es 
sig, das Maas für 4 Alb. 
iz) Bev dem Frankfurter Bierbrauer Wagner sen. sind 2 Seiten alten guten Speck zu verkaufen. 
14) Nachdem Hr. Rabe Christian von Pappenheim zu Grimmelsheim, als Senior Kann! á im Fes i 
bruar v. I. mit Tode abgegangen, uuv hrerdurch in Ansehung der von Pappenheimifchen After- 
lehne, ein Lehnsfall in manu dominante sich ereignet, die meisten der Afterlchnleute hingegen ih 
rer Schuldigkeit bisher so wen g nachgekommen, daß sie noch nicht mahl die Lehne gcmucher, und i 
Termin zur Renovation derselben ausgewürkt haben: als werden selbige hiermit monitorie ange 
wiesen, die von denen von Pappenheim relevirende Lehne, unnoch binnen ü Wochen a dato an, ba 
si er zu Stammen zu muchen, und Termin zur Renovation der Inveiiitur auszubringen, w brigen- 
falls sonst gewiß zu gewaltigen, daß nach Masgabe der Lehn-Rechte gegen sie verfahre» werden 2 
wird. Stammen den gren April 1796. 
Adel, von Pappeicheimscben Lehngerichts wegen. Lollmann. 
15) Drey Stück zugerittene Reitpferde stehen zu verkaufen, ncmlich : eine Mecklenburgische braun« 
tupirte Stute von 5 Jahren, 5 Fuß 1 Zoll hoch; cm gelber Wallach, ebenfalls,kuprt, von 
Mecklenburger Ra^e, 5, Jahr alt, 5 Fuß 4 Zoll hoch; und ein hellbrauner Sabbaburger Wallach, 
5 Jahr alt, 5 Fuß z Zoll hoch. Diese Pferde sino ganz fehlerfrev und werben noch jczr zuqerntcn, 
vorzüglich um beym Militärdienst gebraucht würden zu können. Da- wettere ist in dem von Appel- 
schea Häuft vor dem Schlosse bey dem Kutscher des Hrn. Grafen von Bohlen zu erfahren Auch 
stehet da'elbsi ein Englischer zwcysitziger Stahzwagen, noch neu und nach dem neuesten Geschmack, 
zu verlassen. 
ib) Ein noch wohlkonditionirter viersitziger Reisewagen steht um billigen Preis zu verkaufen. Die 
Waisenhans-Buchdruckerey sagt, wo. 
17) Auf dem Markt in Hrn. Mourguets Behausung giebt die Jungfer Preussen in Fravenöputz, 
als Sch linken, Hauben und «stoppen auch dergl. zu machen, Neheßunden sehr billig. 
Í8) Momags, den 25t n April,Morgens 9 Uhr, sollen zu Avendorf indem Gasthofe zur Krone, fol 
gende Silbersachen meistbietend verkauft werden, als: a) eine Kaffeekanne, i2ldthig, 57 Loth 
schwer; b) eine Milchkanne, lzlöthig, 26 Loch schwer; c) eine Zucker-Streubüchse, i2lbthig, 
19 Loch schwer; d) ein Suppennäpfchen. rzlöihig, 31^ Loch schwer; e) ein Senfkännchev, 
irlöthig, i4r Loth schwer; und 5) ein Theekännchen, izlöthig. ri Loth schwer: Kauflustige 2; 
können sich daher zu bestimmter Zeit einfinden, und hat der Meistbietende des Zuschlags zu gewär 
tigen. Witzenhñufen am iZten März 1796. Von Commissionswegen, prümcke. 
19) Auf der Oberneustadt in der Carlsstraße, in der ehemahligen Landreeschen Behausung, bey Hr. 
Wilke, sind Chaisen und Pferde, sowol 2- als 4spännig, zu billigen Preisen zu verlehncn 
20) Ein großer Flügel, von Silbermann in Straßburg verfertigt, mit doppelten Klavieren und vier 
Veränderungen, steht in Nr. H52. in der Königsstraße, ohnweit dem Gouvernementsplatze, za 
verkaufen. Man braucht nur aufden berühmten Namen des Künstlers, der ihn verfertigte, auf die 
bekannte Vortreflichkeil und daher entstandene Seltenheit der Silbermannischen Meisterstücke auf 
merk-
	        

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