Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1790, [1])

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Laffelische 
Mit Hochsükstüch - Heßischen gnädigstem Privilegio. 
Montag den Februar. 
. Verordnung. 
Von GotteS Gnaden Wir wilhelm der Neunte, Landgraf z« Hessen, , 
Hersfrld, Graf zu Catzenelnbogen, Dietz, Aiegenhain, Nidda, Schaumdürg 
> . . mrd Hanau, rc. rc. 
Lüsten-hierdurch zu wissen: Nachdem Mr mißfälligst bemerkt haben, büß öle unterm loten 
n Marttt 1786. in das Land erlassene Verordnung, nach deren Inhalt den Städten und Dorfs- 
'gemeinden-ausdrücklich gestattet worden, ohne Einwilligung des Steuereollegii und der Landrä 
the rechtliches .Gehör bey den Justitzcollegits zu suchen und Processe für sich anzufangen, auch 
hahin unter der Hand mißbraucht worden , daß übeldenkende'gewinnsüchtige Advocaren- inglei 
chen einzelne unruhige Köpfe, unter dem falschen Namen ganzer Gemezuden, Aemter und Städte, 
Borstellurrgen begreiffenoder durch Hülfen von ihnen gewonnener Emisssrien sogar Einwilligun 
gen und Unterschriften boshafter Weise zu erschleichen gesucht, und zu dem Ende für sich in de» 
Gemeinden und resseÄive in den Städten die Gilden, gegen die klare Vorschrift der Zunftord 
nung, ohne den ihnen beMordneten CoMmiffarium zusammen kommen lassen, einem solche» 
Kghe und Vertrauen störenden Unwesen aber nachdrücksamer Einhält, selbst zum Besten Unsrer 
llmerthantn, um-selbige ntchkder Willkühr solcher gefährlichen Wagehalse bloßzustellen , gesche« 
hm. muß ; So verordnen Wir aus LaadeSväterlicher Sorgfalt für das Wohl und den Ruhestand 
llnstor getreuen- Unterthanen hierdurch gnädigst, daß zwar in Ansehung der Gegenstände, wo 
0 aus Auswirkung cines rechtlichen Gehörs bey einem Justitzcvstegio ankommt, bey dem vorer» 
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