Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1785, [1])

Lasselischr 
Mees > Md LvmmmiM'ZeitMg. 
Mt Hschfürßlich-Heßifchen gnädigstem Privileg«», 
Montag den 28^ Februar. 
Verordnung wider die Entwendung Md heimlichen Bertauf des 
Kobolds. 
Bon Gottes Gnaden Wir Friedrich, Landgraf zu Hessen, Fürst Zu Heesfeld, Graf zu Catzeneln- 
bogen, Dietz, Ziegeuhayn, Nidda, Schsumdurg und Hanau, rc. Ritter des Königlich-Gros» 
britannischen Ordens vom blauen Hosen da ade, wir auch des Königlich-Preußischen Ordens 
. vom Schwarzen Adler rc. rc. 
i^ügen Hiermit zu wissen: Nachdem NnZ die unterthänigsie Anzeige geschehe«, daß dir Ent« 
0 Wendung und der heimliche Verkauf des Richslsdörfrr Blrufarben-Kobolds, sehr überhand 
nimmt, und diesen Urrtersch leisen nicht länger nachzusehen stehet; So haben Wir UnS bewöge» 
erfunden, hierdurch zu verordnen, daß nicht nur diejenigen, welche überwiesen worden, baß sie 
Kobold heimlich entwendet, oder solchen verkauft haben, sondern auch die Käufer, nichtweniger 
die Unterhändler, welche solchen wegtragen, oder bey sich verhehlen, mit den Eisen erster 
Gasse, auf unbestimmte Zeit, nach Maaßgabe der Größe ihres Verbrechens bestraft werden 
sollen; immaßen Wir denn Unsre Kriegs» und Donraiuen-Cammer authorrfiren, demjenigen, 
wr'chw einen Kodoldsdieb oder Koboldsverkäufer anzeigen wird, dergestalt, baß derselbe zu ge 
fänglichen Haften gebracht, und der That überwiesen werden kann, ein Prämium von fünfzig 
Rthlr. zu verwitUgen. 
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