Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1783)

ites Stück vom 6ren Januar 173 z. 
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von Gottes Gnaden Wir Friedrich, Landgraf zu Hessen, Fürst zu Hersfeld, Graf zu Catzen- 
n einbogen, Dietz, Iiegenhain, Nidda, Schaumburg und Hanau rc. Ritter des Königlich- 
Groß -Brittannrschen Ordens vom blauen Hsftnbande, wie auch des König!. Preußische» 
Ordens vom schwarzen Adler rc. rc. 
Wir gleich verschiedentlich befohlen haben, daß bey Uns sich niemand von Unsrer Dkener- 
sch a ft ohne Vorwissen des ihnen vorgesetzten Collegi! um einige Verbesserung ftivohl cn Be 
soldung, als Rang melden, sondern abgewartet werden solle, bis Wir auf eines jeden Verbes 
serung nach Zeit und Gelegenheit, auch den von den Collegiis deswegen jedesmal erwartenden 
«Vorschlägen den gnädigsten Bedacht nehmen: So bemerken Wir doch seit einiger Zeit mißfälligst, 
daß von verschredenen , besonders den Uuterbedienten. dagegen gehandelt wird, und dieselbe mir 
Vorbeygehung ihrer ihnen vorgesetzten Collegiormn sich mit ihrem Ansuchen sofort an Uns wen« 
den. Gleichwie Wie aber ernstlich wollen, daß dieser von Uns einmal genommenen gnädigsten 
Entschließung sträcklichst durchs ganze Land nacygelebet «erde und bey Vermcydung Unsrer höch 
st 7en Ungnade sich niemand von Unseren Unterbedienteu beygchen lassen solle, sich an Uns umei- 
> nge Besoldungsverbefferung, oder sonstige Beförd ernng ebne Vorwissen und Erlaubniß des ihm 
. , '«setzten Cottegli unmittelbar zu wenden; Als haben alle, die es angehet, sich hiernach un- 
yänrgst zu achten. Gegeben zu Cassel den iten März 178r. 
Friedrich ¿,.5. Hessen. yt. v. wakenitr, 
Ci tat io E di Siali t. 
1) Von der Königs. Preußis. Pommerschen Negierung zu Stettin ist der gewesene Pommersche 
Krieqes-Rath Ernst Friederich Schmaltz, nachdem er gänzlich entwichen, auf Anhalten seiner 
Ehefrauen Johanna Louisa gebohrne Rosenfeldten dergestalt öffentlich vorgeladen worden, daß 
I er sich vor dem ihm zugrordneten Assistenten Regierungs-Rath Ro?be, wo nicht vorher, doch 
I in dem auf den 26. Februarii des bevorstehenden i78zt«n Jahres bestimmten Termin auf der 
I Königlichen Regierung allster in Person gestellen, und alle zu seiner Vertheidigung in Anse 
hung der böslichen Verlassung und bisherigen Abwesenheit gereichende Umstände mit allen et 
wa vorhandenen Documenten und Briefschaften beyzubringen, und alsdann in Entstehung der 
Güte rechtliches Erkenntniß, im Fall seines Ausbleibens aber, daß er für «inen böslich ent 
wichenen geachtet, und gegen ihn auf die Trennung der Ehe und Strafe der Ehescheidung er 
kannt werden soll, zu erwarten. Gegeben zu Alten-Stettin den l8. October »782. 
Lönigl. preuff. pommersch und Lamminsche Regierung. 
Verpacht - Sachen. 
i) Zu anderweiter Verpachtung des auf Petri-Tag künftigen Jahrs pachtlos werdenden Frey Ade- 
licben Gutbes zu Lnderbach samt dazu gehörigen Gebäuden, der alleinigen Pfirch-und Bier- 
Brauerey-Gerechtigkeit, wird Terminus auf den 6reu Jan. k. I. nach Luderbach in das Burg 
haus anberahmt. Diejenige, welche demnach dieses aus iy Hufen Landes und Wiesen beste- 
I hende Goth auf Drey Jahre zu pachten gesonnen begkaubte Attestate, daß sie der Oekonomie 
I kundig beybringen, und gegen das ganz vollständige Vieh- uud Feld-Inventarium eineCaution 
von I2oo Rrhlr. einlegen können, wollen sich besagten Tage- vor der Commission zu früher Ta- 
! ges Zeit einfinden, ihr Gebot thun, und nach Befinden der Adjudication gewärtigen. Bisch 
hausen den 29. Nov. 1782. S. Suadedissen, Vigore Commiifionis. 
I 2) Es soll das Herrschaftliche Guth zu Wichmannshausen, so künftigen Trinitatis 1735. im 
1 Pacht ausgehet, auderweitig auf 3 Jahre an den Meistbietenden wiederum verpachtet werden, 
A z und
        

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