Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1779)

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46tès Stück. 
Nctisicatioms von allerhand Gachem 
i) Es sollen Mittwochen den i/ten Novembr. auf hiesigem Amt verschiedene Pretiosa, goldene 
Dosen, goldene Uhren, Etuis, brillanten Ringe und Silber, gegen baare Zahlung Nachmit 
tags um 2 Uhr verkauft werden. 
$) Dem Publico wird hierdurch bekannt gemacht, daß der Englische Müller sein eigenes Mehl, 
fein und mittlere, auch eine dritte Sorte, sodann Waizenkleyen, um sehr billigen Preiß in 
dem ehemaligen Sanderischen Hause neben dem goldenen Helm hinter dem Rathhause selbst ver 
kauft. 
3) ES wird allen nnd jeden, welche bey hiesigem Stadt-Gericht Vormunds-Rechnungen abzule 
gen haben, hiemil nochmahls ernst-und nachdrücklich aufgegeben, solches bey Strafe der Ord 
nung annoch binnen denen nechsten lg Tagen, fo gewiß und vhnfehlbahr zu bewerkstelligen, 
als gewiH in dessen ferneren Entstehung zu gewärtigem, daß sie nicht nur in die comminute 
> Strafe fällig ertheilet, sondern auch zu Befolgung solch ihrer Schuldigkeit durch härtere 
Zwangsmittel ohne weitere Nachsicht angehalten werden sollen. Cassel den 22. Inn. 1779. 
Bürgermeister und Rath daselbst. 5 
4) In der untersten Johaunisstraße, in des Krämer Wittigs Behausung bey dem Schumacher* 
meister Böhm, sind junge Canarienhahnen und Wcibgen mit Hollen und Glattköpfen, wie 
auch die Vogelhäuser dazu zu verkaufen. 
5) Bey dem Kaufmann Hr. Schmitt gegen der Garnisonskirche ist noch alter Hafer, wie auch 
gute Castauien im billigen Preis zu verkaufen. 
6} Auf erhaltene Erlaubniß wollen zum Besten der Appellifchcn Kinderzu Ochshauftn, dieüber 
selbige bestelle Vormündere, verschieden - noch ganz neu feingebildetes Tischzeug und sonstiges 
Linnen, sodann allerhand sehr gute Fraueukleidungsstücke und Bette, wie auch eisern-kupfern- 
zinnern- und hölzern Küchen - und Hausgeräthe, Freitags und Sonnabends den 26. und27ten 
dieses, an den Meistbietenden verkaufen; und können sich Kauflustige alsdann jcdesmalen von 
des Morgens 9 Uhr in des dortigen Ziegelbrenner Sinningö Behausung eiufinden. 
7) Bey dem Gärtner M. P. Bourguignon unterm Weinberg, nunmehrigen Frankfurther Vor 
stadt, sind nebst allen Sorten Odsibäumen auch extra Sorten niedrige Pfirschen- und Aprico- 
senbäume, welche neu aus Holland gekommen, das Stück zu 16 Alb. zu haben. 
8) Bey dem Traiteur Hr. Sebastian Eigensatz, wohnhaft in der neuen Carlöstraße, sind ver 
schiedene Sorten Weine, als Rheinwein, die Bouteille von 6 bis 24 Ggr. weißer Frauzwein, 
von 6 bis l2 Ggr. auch Tischwein zu 4! Ggr. Rothe Frauzweine von 6 bis 8 Ggr. petit Lour. 
gogtie zu 8 Ggr. dito Bourgogne von i 3 bis tZ Ggr. Eremitage 13 Ggr. Müllaga 12 Gär. 
Madera 14 Ggr. Creta 16 Ggr. Siracusa 16 Ggr. Ver dio 12 Ggr. Arac von 20 bis 26 Ggr. 
Liqueurs von 20 bis 40 Ggr. zu haben; auch werden bey ihm Mittags - und Abends-Mahlzei 
ten gegeben, wofür die Person von 6 bis 24 Ggr. monatlich aber ausser dem Hause von ü bis 
15 Rrhlr. bezahlt. Größere Trattamente übernimt er nach gefälliger Bestellung. 
9) Es wird 10 Stunden von Cassel ein Informator, welcher im Schreiben/ Latinität und i« 
Christenthum Unterricht geben kann, gegen billigen Gehalt verlangt. 
10) Des am 6. dieses Monats verstorbenen Commissarii und Schatzeinnchmer Rehberg nachgeblie 
bene Wittwe hat aus dem unter dem 15. Octobr. sub Nro. 165. ausgegebenen Stück des Ham 
burgischen Correspondenten ersehen, daß der hiesige Advocat Hr. Stambecke denjenigen Interes 
senten der Calenbergischen allgemeinen Witwen - Verpflegungs-Gesellschaft, deren Angelegen^ 
heiten ihr verstorbener Ehemann zu besorgen gehabt, auch denen, die solchem Jnsiituto künftig 
beitreten werden, an dessen Statt sich zum Mandatario offerirei, mit dem Beyfügen, daß be 
sagte Genossen odep. Recipiendi, die ihm ihre Mandata auftragen wollen, solches seinem Bru 
der dem Vice-Syndico Stambcken zu Hannover vorläufig wissen lassen möchten, welcher ihnen 
sodann darüber, daß ihre Angeleget, heiten mit aller Treue und Accuratesse besorget werden sol- 
len.
	        

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