Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1779)

24tes Stück.- 
4) Der Meister Friese macht bekannt/ daß er fein Badebaus in der Fulde gegen dem Schützens 
Haus über errichtet hat, welche sich dessen bedienen wollen, belieben sich u» gedachtem Hause 
zu meiden ; es ist auch ein gut Glas Rheinwein und Coffee allda zu haben. 
5) In Termino Donnerstag den Neu Julius dieses Jahrs, soll eine beträchtliche Anzahl aoldner 
und silberner Schaumünzen, bei) der Cömmkßion dahier öffentlich an den Meisibierendeii geaen 
' baare Zalstunq verstrigert werden; wer nun etwas davon zu erstehen willens ist, kann sich in 
xráo des Vormittags um 9 Uhr, in meiner Behausung eiufinden, sein Gebot thun, und 
: dem Befinden nach des Zuschlags gewärtigen. Evvenden den 27. May 1779. 
Ulartin, Vigore Lommillionis. 
6) Gewisse Personen erbieten sich Kindern Unterricht im Christenrbum, der französische Sprache, 
weiblichen Arbeiten, in der Geographie auch Schreib - und Rechenkunst gegen annehmliche Be 
dingungen zu geben. Auch kann man sich auf halbe oder ganze Pensionairs einlassenj, nur 
' wird gebeten sich noch vor Ende Junius zu melden, tndem es sonst zu spat für eineAnnehmung 
werden wird. 
7) Ls sollen Dienstag den 22ten dieses Monats und in denen darauf folgenden Tagen, Nachmit 
tags von 2 dis 6 Uhr, tn des Hofstncateur Hrn. Brühls Ncbeubehausung am Königsplatz hier- 
sclbst, verschiedene Effecten, an Silber, Zinn, Kupfer, Betten, Kleidungsstücken, Tisch- 
Bett- und sonstigen Linnen, nebst einer 3sitzlgen Chaise und Pferdegeschirr, auch einigen mit 
silbernen Tressen besetzten Cbabei agüen und Bücher, durch eine öffentliche Auktion an den 
Meistbietenden gegen baare Bezahlung verauctnát werden, welches also denen Liebhabern 
Nachrichtlich hierdurch bekannt gemacht wird. Cassel den 9. Inn. 1779. 
r) Bey dem Apotheker Hr. Wild zur goldenen Sonne, ist fttzcher Schwcizer-Kleesaamen, auch 
Saint -Foin, oder ewiger Klee genannt, angekommen, und das Pfund davon für IQ Alb. 8 hlr. 
gegen baare Zahlung zu haben. Dieser Saamen kann zu jeder Jahrszeir gei'öet und jährlich 
sechsmahl geschnitten werden. SeineDauer belauft sich auf aouvd mehrere Jahre, und braucht 
man zu Besäung eines Ackers, wie vom ordinairen Klee, 7 bis 8 Pf. Saamen. 
9) Es hat der Herr Stadt-Actuarius Lotz zu Borken, einen Garten vor dem Leipziger Thor» 
zwischen dem versiorb. Hr. Canzleyrath Scheifler und Bäckermstr. Wenzel gelegen, für eine ge 
wisse Summe Geld verlauft, wer was daran zu fordern, oder näher Käufer zu seyn vermeinet/ 
wolle sich Zeit Rechtens melden. 
30) Herr Mathias Hermansede ein Wachspousier ist alhier angekommen, und hat eine von Wachs 
^oufterte Gesellschaft von 21 Personen, welche olle, nach dem was sie vorstellen, wvlst bekleidet 
sind, nebst einer Tafel von 42 dergleichen Speisen mitgebracht, welche man in Augenschein 
nehmen kann. Diese sehenswürdige Dachen sind so beschaffen, daß man alles sebr natürlich 
ansehen wird. Die Noblesse und andere Standespersonen zahlen nach Belieben, die andern 
4 ggr. die übrigen 2 qgr. und Kinder und Dienstboten i ggr. Man kann diese Sachen von 
Morgens 9 bis 12 Uhr, und Nachmittag von 1 bis Abends um 10 Uhr, in dem schwarzen Ad 
ler am Markte zwey Treppen hoch sehen. 
Ti) Es soll Montags den 14. Junius in der Unterneustadt in des Schumachermsir. Bernhardts 
Behausung in der Waiftnhauestraße, verschiedenes an Zinn, Kupfer, Meßing, Eisenwerk, und 
allerhand hölzern Hausgeräthe, desgleichen Manns- und Weibeskleidungen, auch Leinen und 
Wetten an die Meistbietenden gegen baare Bezahlung verkauft werden; wer davon etwas zu er 
gehen gesonnen, kann sich Nachmittags um 2 Uhr daselbst angeben. 
T2) Nachdem mit dem öffentlichen Verkauf der, auf der Gräfl. Alexandrinischen Burg alhier be 
findlichen Meublen an Zinn, Kupfer, Eisen, Meßing, Linnen, Bettungen, seiden und reichen 
Zeugen, Tapeten, hauts de lice, Stühlen, Tischen, Commoden, großen und kleinen Schrän 
ken und Chatoullen von Nußbaum - Eben - und andern kostbaren Holzarten, zum Theil mit Jn- 
dianischer Laquirung und Beschlägen versehen, Spiegel, Schlaguhren, Schildereyen, Kupfer 
stichen, Gewehren, nebst einer ansehnlichen Sammlung von Ehrnchschen und Japanischen Por- 
. cel-
	        

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