Volltext: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1773)

486. ‘ - rytes Stück. 
in allerley praktische und nützliche Wissenschaften einschlagen, benebst verschiedenen Meubles 
an den Meistbietenden gegen baare edictmäßige Bezahlung loszuschlagen und ist hierzu Terminus 
auf Montag den Löten Julii a. c. angesetzet, diejenigen nun so dazu Lust tragen, können sich be 
sagten und die folgenden Tage präcise von 2 bis 6 Uhr Nachmittags in ihrer Wohnung vor dem 
Friederichsplatz in des Weinwirth Ermisch Behausung einfinden, auch dienet hierbey' zur Nach 
richt, daß sowohl ein geschriebener Catalogas dieser Bücher zu haben als! auch besagte Bücher 
und Meubles bey derselben vorher in Augenschein genommen werden können. 
3) Beym Kaufmann Hr. Henr. Ludwig sind von derhiesigen Classen-Lotterie sowohl als auch von der 
" Pistorischen Gewehrlotterie Loose zu haben, und können die Plans vorher eingesehen werden. 
4) Es hat die W»tw. Rossen ihr in der Krautgasse Zwischen dem Brauer Liebenhenzen und der Wittwe 
Schröderin gelegenes Wohnhaus an den Meistbietenden verkauft: wer nun was daran zu prä 
tendier» hat, kann sich Zeit Rechtens melden. 
5) In Grebenstein beym Hr. Lieut. Hossmann sind noch zu haben, 22<^Vrt!. rechte gute Hafer' 
2ovVrtl. Gerste zoVrtl. Korn und gVrtl. Waitzen. 
6) Es har jemand 2 Wiegen zu verlassen, die eine ist eine neue Tannene, worin ein Kind von 4 
Jahren liegen kan, und die andere ist mit Buxbaum eingeleget. 
7) Es wolle», die Hrn« Gebrüdere Major und Lieut. von Urff eine Quantität Korn, Weitzen, Gerste, 
Hasser, Erbsen und Bohnen zu Niedernurff gegen baare Bezahlung verkaufen, und haben 
zu solchen Verkauf ihrem Verwalter Klein die Vollmacht ertheilt, einfolglich haben sich diejeni 
gen »reiche dergleichen Früchte zu kaufen willens, bey gedachten» Verwalter Klein daselbst einzufin- 
den, die billige Accords mit selbigem zu treffen, und gegen baare Zahlung die Früchte in Empfang 
zu nehmen. 
8) Es sollen Mittwochen den 2ltcn Julii allhier hinter dem Judenbrunnen in des Schumacher 
Kuhfuß Behausung allerhand Effecten besonders hölzernes Hausgeräthe und eine Esse vor einer» 
Kupferschmied an die Meistbietenden gegen baare Bezahlung verauctionirt werden, diejenigen 
welche davon etwas erstehen wollen, können sich des Nachmittags um 2 Uhr daselbst einfinden. 
9) Beym Kaufn». Hr. Heyn» a»n Steinwege, ist zu haben, von diversen Sorten rothe und weiss 
Frantzweine, als: ventadle rotheMargeauxweine die Bvuteille loAlb. 8 Hlr. dito rothe Cahorö- 
weine die Bout. 9 Alb. dito rothe Wein de Grave die Bout.-8 Alb., an weisscn Weinen folgen 
de Sorten, als: beste Scronö die Bout. 7 Alb. ditto Entredeux die Bout. 6 Alb. ditto noch 
eine Sorte 5 Alb. 4 Hlr. Pecieur Mnßcathenwcin die Bout. 12 Alb. Mallaaawein die Bout. 
14Alb., sodan in dem ganzen bey Oxhofen in dem civilestcn Prcisse, auch ist bey ih,»i zu ha 
ben Arack und Rum von allen Farbwaaren, als; fein gefenrten St. Domingo Indigo das Pf. 
2l a 2* Rthlr. von diversen Sorten Krapp, Weinstein, und Gummy Gallus, Blauholtz, m»d 
Fernanrbuck geschälter u. geraspelter, von allen Specereycn, Rußische Juchten, Englisch und 
Strasbnrgcr Porcellain, bestes Provencer Baumöhl das Pf. 10 Alb. 8 Hlr. irn ganzen die ioo 
Pf. 30 Rthlr. von allen Sorten Canaster geschnitten und in Rollen, wie auch Holländischer 
Ranchtaback. 
70) Es haben die Hrn. Gebrüder Vnltejus ihre zu Holtzhausen Amts Greberrstein habende 4 Tei 
che um eine gewisse Summa Geldes verkanffet, wer »»un was daran zu prätendiren oder näher 
Recht zu haben vermeinet, kan sich innerhalb Zeit Rechtens melde»». 
71) Der vormahls hier gewesene Musicuö Hr. Joh. Christian Müller, komt von Amsterdam und 
ist »villens sich in der Absicht allhier wieder zu etabliren, um im Clavier spielen, in» Componireu 
nach der »»cuesten Art und im Singen, wie auch im Schreiben um einen billigen Preis Lectioncn 
zu geben; er ist bey dem Hrn. Registr. Ries in des Bäckermeister Haurands Behausung hinter 
den» Rathhause wohnhaft in der gten Etage zu erfragen. 
J 2 ) Donnerstags^ den 22. dieses sollen auf der Agathöfer Brennerey 16 Stück fette Ochsen an den 
Meistbietenden Salva tarnen approbatione camerali verkauft werden; diejenige also so selbige zu 
erstehen gesonnen, können sich alsdann des Vormittags ans ersagter Brennerey einst»,der», ihre 
Gebott thun und darauf das weitere gewärtigen. Cassell den 9. Julii 1773. Ä.A.w. 6abcr. 
13) In
	        

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