Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1768)

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jo) Herr Rittcrshause» ist Wiñens seine» Laden, Wohnstube nebst Zubehör und ersten Etage zu ver- 
miethen- ! ; - v 
VI. Personen/ fb Bediente verlangen. 
1) Es wird im Stift Osnabrück auf das Land bey eine Herrschaft eine Köchin verlangt, die voll.' 
kommen im Kochen geübt ist, auch wegen ihres Verhaltens gute Zeugnisse hat; Sie empfangt des 
Jahrs 24 Rthlr. Lohn - ausser dem Trinkgeld; Desgleichen wird ihr auch die Reife dahin 
bezahlt. 
2) Es begehrt allhier in Cassel jemand eine Hausmagd, welche mit Küchen- wie auch Gartenarbeit 
umzugehen weis, auf Johanni in Diensten. 
3) Im weissen Stern bey Herr Heinrich auf dem Pferdemarkt wird ein Bursch zur Aufwartung , der 
auch etwas schreiben und mit Pferden umzugehen weis, in Diensten verlangt. 
VII. personen, so Dienste suchen. 
1) Es sucht jemand, dee mit gutem Attestat versehen und der französische» Sprache mächtig ist, auch 
mit Pferden und sonstiger Hausarbeit umgehen kan, als Bedienter Condition. 
vm. Personen/ so Capitals auszulehnen gesonnen. 
j) 1900 Rthlr in Louisd’or «Hb Ducateil sind gegen gerichtliche Hypothec zu verlehuen. 
IX. Notifkatiön von allerhand Sachen. 
1) Nachdem der zu Neukirchen bestellt gewesene Fürstt.Hess Accisfchreiber Christoph Frebel, gebürtig 
ans Fambach, Hessischen Amts Herrenbreitungen, z8Iahr alt, etwas lang und starker Statur, 
schwarzbrannlichten Angesichts, mit etlichen Narben, von Hieben .auf der Stirne gezeichnet, und eine 
Blatte auf dem Kopf habend, eine schwarze Perüqne, blauen Nock mit gelben Knöpfen, Veste von 
dergleichen Farbe, oder von rothem Manchester mit roth gestipten Filbel gefüttert, einen Hut mit 
einer schmalen goldenen Borde tragend, auch wol einen alten Capuciner-farbigen Roqneleaur mit 
grossen Aufschlägen und Kragen anhabend, sich beygehen lassen, die ihm gnädigst anvertraute Acci§. 
und Zollbedienung pflichtvergessener Weise zu verlassen, und sich eines vermuthlichen Recefleé halber, 
samt seiner Ehefrau, so ohngefehr 21 Jahr alt ist , von da weg und mit Hülfe eines Pferdes, so 
ein Schweisfuchs mit einem weissen Stern vor dem Kopf und kurzem Schweif versehen, auch mit 
eirrem grossen blauen Mantelfack bepackt ist, auf die Flucht begeben hat; So hat man dem publi 
co hiervon Nachricht geben wollen, um obbeschriebeiren Fugitivum, wann sich derselbe über kurz oder 
lang an ein oder dem andern Orte sehen lassen möchte, sofort in gefängliche Haften zu brillgen, und 
solches gegen Erstattung derer dadurch verursacht wordenen Kosten anhero besannt zu machen. 
Cassel den 27. Tag May 1768- F- fö. Bnegs- und Romainen Bamnier daselbst. 
2) Nachdem gnädigst resolvió worden, daß die neben dem Landreischen Hause, hinter des Regierungsr 
Rath Kuchenbeckers, Kriegs- und Oomainen - Raths Ludemann und Becker Estuchen Häuser gelege 
ne Plätze, der im Bau - Reglement: gnädigst verordneten Tiefe gemäs, nachdem des Ends der Ab 
raum der Erde bereits geschehen , nunmehro bebauet werde,: sollen. So wird solches höchster imen- 
«on zufolge dem Publico hierdurch bekannt gemacht, und habe,: sich diejenige, so auf besagte Plätze 
zu bauen Lust haben, bey Fürst!. Ober-Ban-Amt zu melden, und , der gnädigsten Verordnung ge- 
mäs, den Plan davon zur Höchsten Approbation vorgängig zu übergeben. Cassel den 30. May 1768. 
. . 4?. Oder-Lau.^!,m daselbst. 
3 ) Es mrd dem publico hiermit bekannt gemacht, daß den 2l.ittstehenden Iuttii in dem Meßhaus 
auf
	        

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