Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1766)

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3) Dem geehrten Publico -.um Besten wird hierdurch bekandt gemacht, daß nachstehende Bücher 
von jetzt an bis zu Ende der bevorstehenden Leipziger Michaelis Messe um die Helffre ihres or 
dentlichen Preises verkauft werden sollen, nehmlich: 
i) Ioh. Friedr. Stapfers Grundlegung zur wahren Religion 12 Th. oder 3 Bande in 4to. Herß- 
selb, zu Rthlr. Z. 2) Conrad Mels Worte zu seiner Zeit, oder Solenneü- Predigten» 4to. Herß- 
fcld - 16 ggl. 3) Hagelgans allgemeine Welt-Chronica 2 Th. fol. Franckf. 16 ggl. und zwar 
sind selbige, sowohl iu Herßfeld bey dem Verleger Hrn. G. Chr. Mohr, als auch in Cassel bey 
' dem Hof-Buchhändler Hrn. Hemmerde gegen haare Zahlung zu haben. Auch ist bey deneuselben 
noch in Commißionzu bekommen: Menoza ein Astatischer Printz , welcher die Welt umher gezo 
gen, Christen zu suchen, derselben auch gefunden, aber im Jahr 1764 bey Gelegenheit der Hem 
mauuischeu Cchriffteu die angenommene Lutherische Religion mit der Rcformirten verwechselt hat. 
8 Moskau 1766. z ggl. 
9) Es hat der Herr Fahndrich Oehlhans und dessen Schwester alhier, ihren Garten vor dem Renen 
Thor am grünen Wege gelegen, yor eine gewisse Summa verkauft, wer etwas daran zu präten- 
birerr oder näherer Käufer zu seyn vermeint, wolle sich bey demselben zeit rechtens melden. 
iv) Dieweilen der auf den iten Octobr. zur Wommischen Bücher-Lotterie anberahmte Terminus 
wegen vorgefallener Verhinderung und noch nicht völlig untergebrachter Loose, bis auf den rzten 
Januar, des bevorstehenden 1767^0« Jahres proroZiret worden: so wird solches dem Publico und 
denen Herrn Interessenten hiermit zur Nachricht begannt gemacht. 
11) Der Collecteur L. Rollin auf der Oberneustadt macht hiermit nachrichtlich bekannt, daß nicht 
allein bey ihm gantze, sondern auch zu jedermanns Bequemlichkeit halbe, viertel auch wol achtel Loo 
se , der hiesigen Armen - Waisen - und Fündelhanses 7ten Lotterie, so den rten Decembr. dieses 
Jahrs, ohnfehlbar gezogen werden soll, für den proporiionirten Einsatz vermöge des Plans 'jti 
erkaufen, nnd gegen einen gedruckten Schein von der Nummer des Original-Looses, worauf die 
Einlage geschehen, zu erhalten stehen, als worgegcn man sich des Alttheils des zugefallenen Ge 
winnes zu erfreuen haben wird. 
12) Bey Herrn Vorwerck in der Untersten Marcktgasse ist zu haben Vutjender Butter, 6 Pfund 
vor 1 Rthlr. Irländer Butter, 8 Pfund vor i Rthlr. Carol. Reiß, 18 Pfund vor r Rthlr. 
Allendörffer Hirschen, .20 Pfund vor 1 Rthlr. wie auch rechter guter Holandrsch. Wein-Eßig 
das Maas 6 Alb. Extra gute Eitämer Käse, 12Pfund vor r Rthlr. wie auch feine Thee-Boy, 
Eongo, und grünen Thee, Candis und VrodznckerS und Coffee in civilen Preisen. 
iz) Bey dem Gärtner M. P. Bonrgnignon unterm Weinberg , find wiederum Neuangekommene 
Blumenzwiebeln um einen civilen Preiß zuhaben, als extra gefülte und EinfacheHiacinten, Tnlü 
panen, Ranoncules, Anemones, Jonqnilles, Narcissen, Tuberosen und Iris , worüber Ca- 
talogi zu haben seyn, auch sind anjetzo Tuberosen in der Flore bey ihm zu haben. 
14) Einige Sorten Clavire 214 und einen halben Rthlr. und 8 und einen halben Rthlr. sind zu 
verkauften. 
15) Monsieur Lallcmant, Zahn-Arzt Sr. Hochfürstl. Durchs erbiethet sich zur Bequemlichkeit derje 
nigen, welche sich seiner Geschicklichkeit anvertrauen wollen, so wohl hier, als auch i>» andern in 
hiesigen Landen gelegenen Städten, gegen einen sehr mäßigen Preist zu abboiriren Er wird die 
Zähne, so oft es nöthig ist, reine machen, blombircn, ätzen, imb nach Befinden der Umstände, aus.- 
nehmen, und ohne die ausserordentlichen Vorfalle alle z Monat darnach s'hen, auch wird er je 
desmahl in der Zeitung bekannt machen lassen, wann nnd wie lange er abwesend ist , damit man 
sich benöthigten Falls bey Zeiten seiner Hülfe zuvor bedienen könne. Man bezahlt hiervor jahrlich 
5 Rthlr. und fängt dieses Abbonnement auf Michaeli au, da sogleich die erste Helfte bezahlt wird.. 
Auf Michaeli logirt er ans der Oberneustadt in Nro. 21. 
16) Es hat der Bürger und Metzger, Mstr. Eberhard Engclbrccht, seinen Garten, vormAnnaberger- 
Thor, an Hrn. Cammerrath Knobell, und der Wittib Banschmidr Klock»«, gelegen, tun eine ge 
wisse
	        

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