Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1763)

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fn denen bischerigen Kriegs-Jahren in Unsere Lande eingeschlkchenegeringhaltigeMünh- 
Sorten immermehr zuwachsenden allzugroßen Schadens, mit dem Müntzwesen überhaupt 
eine Verbesserung vorzunehmen, und dabey zugleich mit vor die Entfernung derer schlecht 
testen dorren zu sorgen, wie von andern benachbarten Reichs-Ständen auch zum Theil 
bereits geschehen: Als setzen und ordnen Wir aus Landeövätterlicher Vorsorge vor daö 
Wohl Unserer getreuen Unterthanen hiermit gnädigst und Ernstlich : 
t i) Daß, so wie bey Unsern sämtlichen Ollen, also auch überall im Handel und Wandel 
fürohin ein und derselbe Geld-Loun beobachtet, und darunter ferner einen Unterscheid 
zu machen durchaus nicht gestattet werden soll. 
2) Ist vom ersten Tag nächstkünstigen Monaths Aprilis an damit derogestalt der Anfang zu 
machen, daß sogleich von solcher Zeit an, die nachtpsLiticlrce Geld-Forcen anders nicht, 
als in nachfolgenden Werth, weder angenommen noch ausgegeben werden mögen,nemlich 
i) Alle Chur-Braunschweigische Scheide - Müntzen, als 4. Ggr, 2. Ggr., i.Ggr. 
und 6. Pf. Stücke gelten vor wie nach vor voll, und werden in allen Herrfchafftli- 
chen Lallen also angenommen. 2) Die vollwichtigen Ducunn vor 2 Rchlr. 26. Alb. 
8 Hlr. 3) Die wichtige alte Louis dor und andere gute Fünf Rthlr. Stücke vor 
s. Rthlr. 4) Die Schild-oder neue Louis dor, so 24 Frantzösische Livres betra 
gen , vor 6. Rthlr. 2. Alb. 0 Die neue Frantzös. Laubthaler vor i Rthlr. i6.M. 
6. Hlr. 6) Die alte Frantzösische harte Thaler oder sogenannte Louis blancs vor 
1. Rthlr. io. Alb. 8. Hlr. Die halben Thaler oder r. Gulden, uem Gulden Stü« 
cke nach Proportion. Die Brandenburgische, Sächsische und Lüneburgische z. Stück 
vor 24. Alb. Die Preußische halbe Gulden, so wie sie bishero ausgepräget worden, 
vor 6. Alb. 8. Hlr. Die Braunschweig -Wolsenbüttelische halbe Gulden mit dem 
Pferde vor 9. Alb. Die mit dem C aber vor s. Alb. 8. Hlr. Die Sächsische hal 
be Gulden mit dem Pohlnischen Gepräge vor 4 Alb. 3 Hlr. Und die geringere Mün- 
tzen von gleichem Schlag, nemlich die \ und i Fl>, oder die zu 4. und 2 Ggr. aus- 
gemüntzte Stücke in eben der Proportion, sodann Ein alter Franckfurther Batzen 
vor l. Alb. 3. Hlr. 
3) Hingegen werden die Mecklenburgische und Stücke, nebst übrigen geringen 
Scheide-Müntzen, ingleichcn die Anhalt- Bernburger und Anhalt-Zerbster 4. und ^ Stü- 
cke, wie auch die Schwedisch-Pommerische ^.und^. Stücke, auch alle übrige geringere 
auswärtige Scheide, Müntzen gäntzlick verrußen und ausser Lours gesetzet. 
4) Damit es aber doch Unsern getreuen Unterthanen nicht etwa an Gelegenheit fehlen 
möge, solcher schlechten Müntz-8vrren loß zu werden ; So soll einem jeden, welcher solche 
außerhalb Landes anzubringen nicht vermag, erlaubt seyn, dergleichen Sorcen bey Un 
serer Müntze zum Einfchmeltzen einzulieffern, da dann die Marck sein Silber, welches 
sich nach derProbe beym Einschmeltz n darinnen finden wird, mit iss. Fl. in hiesiger 
vollgültigen Mehrung, insoweit keine andere besondere Liefferungs-eonrmHe geschlos 
sen worden, sofort baar bezahlet werden: Ware aber das Silber allzusehr mit Kupfer 
versetzet, und zum Ausmünhen, ohne Zusatz feinen Silbers, nicht zuvermüntzen; So 
müssen diejenige, so in Quantiuiten, nemlich über 25. Marck, auf einmal liejfcrn,
	        

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