Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1763)

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2 ) Nachdem der, wegen Verpachtung der Wirthschaft zu Wilhelmsthal, samt einigen 
Gütern an Gmten, Wiefi-n, Ländereyen und Huden, auch bisherigen freyen Bier, 
und Brandtwein Schencken nebst Herbcrgieren, auf den iten Märtz angesetzt gewesene 
Licitación?-Termin aus bewegenden Ursachen auf Freytag den i8ten nächstkünftigen 
Monath Märtz proroZirc worden; Als wird solches hierdurch bekandt gemacht. 
Cassel den riten Febr. 176z. 
3) Es wollen die Frau Cammer -Räthkn Heppin, ihre vor dem Möllerthor hinterm eh, 
mahligen Venerischen Garten, in der Strutbach, auf dem Rodtenberge, in denen 
Quelhöffen und an der Heckershäuser Strasse gelegene Ländereyen verpachten. Wer 
solche zu erstehen Lust hat, der wolle sich beym Verleger dieser Zeitung melden, und 
weitere Nachricht erwarten. 
H. Sachen so in Cassel zu verkaussen seyn. 
i) Des verstorbenen Herrn Ober,AppellationsGerichts-Raths Rieß, nachgelassene Herrn 
Erben, wollen die von Selbigem Hinterbliebene Güther, als i) Das in der Wildemane, 
gasse alhier gelegene Wohn-Hauß, mit Zubehör, Hinter-Hauß, Stallung und Garten, 
zwischen dem Wagen-inipeHore Hrn Eger und dem Raths-Verwandten Arbouen, 
gelegen. 2) Den jedermann wohlbekannten grossen Garthen, so wie er sich jetzo mit 
Zubehör befindet, vor demAhnaberger-Thor, gegen dem ehemahligen Schässerhoss über 
gelegen, z) Den daselbst im Brandis - Graben gelegenen Baum- und Graß.Garten. 
4) Das gantze sogenannte Ulots-Guth zu Niedcr-Ellenbach, Amts Rotenburg, welches 
von Petri-Tag 1762. bis dahin 1766. zusammen vermeyert ist, um davor-jährlich frey 
nach Cass'l zu lieffern, als, zwanzig Malter Korn, zwanzig MalterHaffer, vierMalter 
Weitzen, vier Metzen Linsen, vier Ganse, zwölff paar Hahne, ein schock Eyer und zwey 
Rthlr. vor Leinsaamcn, zusambt denen Baumbach- und Ellenbacher kleinen darzu gehörigen 
Zinsen, welche bestehen, in vier Gänsn, vier Hühnern, fünffHahnen, vier und ihalb 
Pfund Wachs, zwey Metzen Mohn, sechzig Eyer, sieben Schilling und sieben Albus 
an Geld. 5) Den halben Zehcnden in und vor Schorbach Amts Schwartzenborn, 
welcher von dem Jahr 1752. bis 1760. inclusiv« mit inbegriss des Einkommens aus dem 
dazugehörigem Wäidgen nebst Fisch-Wajjer und der jährlichen zwey Rlhlr. Erbzinß, 
demnach von diesen 9 Jahren und eins ins andere gerechnet, jährt. Funffzig Acht Rthlr. 
vier Albus 6 Hlr. ausgetragen, an den Meistbietenden gegen baareZahlung, inNredcr- 
Heßischer Wehrung, verkaussen und seynd bereits 3) auf das Hauß über voriges Ge- 
bott derer 6000 Rthlr. mit inbegriss derer sämtlichen Tapeten, dreyer grosser Wand- 
Spiegel im Saal wovon die Rahmen und Cronen verguld nebst neun ausgehauencn Ti 
schen, so express unter Spiegelt gemacht und angepast ftynd, wie auch der doppelt ver 
schlossene Mein-Schranck; Desgleichen Aepell-Gerüst und Wein-Lagere Ln denen Kel« 
lern, ios Rthlr. mehr und demnach überhaupt 6100 Rthlr. b) aufden grossen Gar 
ten gegen dem Schässerhoss über, über voriges Gebott derer 1520 Rthlr. 120 Rthlr. 
mehr und demnach überhaupt ieoo Rthlr. <0 auf den Garten im Brandis Graden,
	        

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