Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1760)

( ioi ) 
VI. Notification von allerhand Sachen. 
1) Nachdem, vermöge des, auf höchsten Befehl, ins Land ergangenen Ausschreibens, alle 
und jit>e Bedienten und Beamten, sich mit keinem Frucht-und Fourage-Aufkauf, bey 
Strafe der Caisation, bemengen sollen: So wird solches auch hierdurch allen und jeden, 
zur Nachricht und Achtung, bekannt gemacht. Cassel den 2oten Mattn 1760. 
Aus Fürst!. Regierung dastlbften. 
2) Es sollen innstehendenDienstag, denkten liujus,verschiedene Effecten, als Tische, Stühle, 
Schräncke, Bettstellen nebst Vorhängen, wie auch Betten, Kleidungen und Oberhembder, 
Wen und Diamantene Ringe, durch eine öffentliche Auction,an den Meinstbietenden gegen 
haare edictmäsige Bezahlung, verkauft werden. Wer nun ein oder das andere davon zu 
erstehen gewillet, der kann sich alsdenn Nachmittags um 2 Uhr, in des Rathsverwandten, 
Hrn.Sartorii Eckbehaussung allster,amMarckt gelegen, angeben.Cassel den i s.Mart. 1760. 
I. H. Stietz, v,§. Com. 
Z) Hr.W. Höckel!, und dessen Ehefrau, haben ihren Garten, vor dem Möller-Thor, 
neben dem Löwerhof über, gelegen, vor eine gewisse Summa Geldes verkaufft; wer nun 
dam näher Käuffer zu seyn vermeynet, oder etwas daran zu pratendiren hat, kan sich 
Zeit Rechtens melden. 
4) Es haben des Hrn. Johann Adolph Bertrand, hinterlassene Erben, Ihr auf dem 
Mrställer Platz, zwischen des Hrn. Jeremias Bertrand, Rel. und dem Schneider- 
Meister, Wittich, gelegenes ererbtes Wohnhauß, um eine gewisse Summa Geldes ver- ! 
kauft; Wer nun dazu näher Käuffer zu seyn vermeynet, oder sonst etwas daran zu fordern ! 
hat, kan sich Zeit Rechtens melden. 
0 Es hat die Frau Wittib Rittershaußin, ihr in der mittelsten Fulde, Gasse, zwischen 
dem Rathsverwandten, Hrn. Köhler, und dem Buchbinder, Hrn. Damm gelegene Be- 
haussung, um eine gewisse Summa Geldes verkaufft; wer daran was zu prätendiren, 
oder näher Recht zu haben vermeinet, kan sich Zeit Rechtens melden. 
6) Es hat die Frau Ooävr Hollandin, ihren grossen Gatten und Wiese, im Hellewerdcr, 
vor eine gewisse Summa Geldes verkaufft, wer daran etwas zu prätendiren, oder näher 
Käussr zu seyn vermeinet, kan sich Zeit Rechtens melden. 
7) Bw Hrn. W. Höckel, vor der Esplanade, in des Hrn. Archiva™ Schwartzenbercs 
Hausse, ist extra Pontac, weisser Franhwein,Muscaten und Rheinwein,um billigenPreiß 
zu haben. 
8) Bey Hrn.'Schäfer, aus dem Pferdemarckt, sind wiederum unterschiedene Sorten 
französische Weine zu bekommen, alsweissr Franhwein, 37 Alb. extra guter gantz alter 
weissr Franhwein, 210 Alb. 8 Hlr. Pontac à rv Alb. 8 Hlr. à^oZne. à 10 Alb. 
8 Hlr. Rheinwein, die Bout, à 21 Alb. 4 Hlr. à 16 Alb. dito 14 Alb. à 10 Alb. 8 Hlr. 
bis 8 Alb. Franhdrandewein sind desgleichen im gantzen Ohmenweis, bey Ihme zu 
haben. Wer Gläser und Bout, zu verkauffen Hut, kan sich ebenfalß daselbst melden. 
9) An einem von denen Eantzleyen nicht allzuweit entlegenen Ort, wird auf Ostern ein 
Loàent gesucht, welches in 3 Stuben, so viel Eammern, Küche, Keller, und Holtz Raum 
bestehet. Der Verleger gibt Nachricht. 
N 3 
10) Ein
	        

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