Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1757)

V. Notification VStt allerhand ©iacfyeft. 
i> Gz wird hiermit bekannt gemacht, daß Montag den iZtenApril und folgende Tage, jedesmahl Nach 
mittags von 2 bis 6 Uhr, in des verstorbenen Hof-Apothecker Kalckhoffs Behausung in der untersten 
Ziegengaffe, allerhand schöne und meistenthrils noch gantz neue Meubles, an Gold, Silber, feinem 
Porcellam, Glaßer, Zinn, Kupfer, Meßing, Eisen, Bette, Spiegel, Tische, Stühle, Schränke, 
Comtoirs, Commoden und sonstigen Hauß Geräthe; Sodann Kleider, Tisch-Bett-und Leib-Linnen, 
auch unterschiedlich gantzer Slücker neuen Leinewands. Eine Sammlung Mahlereyen, Kupferstiche, 
Land Charten, gipserne und bleycrne Abgüsse von Medaillen, alter Römischen Müntzen, rarer Muschclln 
rc Wie weniger nicht eine ziemliche Anzahl Medicinischer und Historischer sehr gut conditionirter Bü 
cher durch eine öffentliche Auction an den Meistbietenden gegen baare edietmaßige Bezahlung, unter 
dem Dorbchalt vei kaufft werden sollen, daß diejenigen so etwas erstehen, solches allemal den folgenden 
Morgen bezahlen und abholen. oder in dessen Entstehung gewärtigen, daß man selbiges des Nachmit 
tags auf des Käuffers Gefahr und Kosten abermals ausbiethe und verlasse. Die Effecten welche j.'den 
Nachmittag in der Auction jum Verkaufs kommen, sollen nicht nur dcffelbigen Morgens durch die Aus- 
rvffer bekannt gemacht werden, sondern es stehet auch einem jeden frey selbige allemal des Vormittags 
von 9 bis n Uhr in Augenschein zu nehmen. 
2) Mit Anfang des inftehenden Monalhs Aprilis werden die sogenannte Sommer-Fahrten zwischen hier 
und Franckfurth am Mayn wiederum hergestellt und dem gemäß die ordinaire Posten Wöchentlich 3 mal 
«ehmlich Dienstags-und Donnerstags Morgens auch Sonnabends Mittags von hier nach Franckfunli 
abfahren und von dorther auch 3 mal in der Woche am Sonntage, Mittwochen und Freytag alhier an 
kommen: Welches dem Publico hierdurch zur dienlichen Nachricht gebracht wird. Cassel den i6ten 
Martti 1757. 
Hochfürfrl. Heßisches Gber-posr-Amr achter. 
g) Auf hiesigem l.omd»rde sollen heute Montag als den 2iten Marcii und folgende Tage dieser Woche, 
Nachmittages von i bis 5 Uhr, die verfallene Pfänder, sie bestehen, in gudelen, Perlen, Gold und 
Silber, qold-und silbernen Sack-Uhren, etwas Gewehr, Betten, Manns und Frauens-Kleidungen, 
Tisch Bett-Leib und unzerschntttencs Leinen, Zinn, Kupfer, Meßing rc. gegen alsobaldiqe edtctmäßige 
Bezahlung an die Meistbietende verauctioniret werden, mithin diejenigen so dessen zu erstehen Belieben 
tragen, sich allda ernfinden können. 
4) Es soll den .ritten Aprrl 3. c. in des Hrn Cammerrath Grimmels Behausung auf der frantzösifchen Neu« 
stadt alhier, eine Auction von Theologisch-Idiltorisch und sonstigen wohl condieionirten Büchern, an den 
Meinsibietenden gegen baa'e edietmaßige Bezahlung verauctionrret werden, wovon der gedruckte Catalo 
gus bey dem Verleger dieser Zeitung gratis zu haben ist 
5) Bey der Frau Haain, gegen der Lutherischen Kirche über wohndafft, sind annoch zu haben: Einige 
blau und weiß acwü: stelle wollene Pferde-Decken, das Stück vor 1 Rthlr. 8 Albus. Wie auch 7 und 
ihalde Ehlen zwey Fingerbreit goldene clàaczuen - Tressen, das Loth 28 Albus in Hessen Wärung. 
Desgleichen ein paar Lttzauer Ptstvhlen wovon man den Preiß bey ihr vernehmen kan. 
*6) E; haben die Lägeiischen Erben ihren Elte, lichen Garten alhier vor der Aitenneustadt in der Waldauer 
Gassen, zwischen dem Schumacher, Meister Haurand und dem Schneider-Meister Albrecht gelegen, vor 
eine gewisse Summa Getd-s ve-. kauft; wer daran was zu fordern, kan sich Zeit Rechtens melde«. 
' 7) Bey dem Hof-Riemer Herttel am Steinwege ist eine 2sitzige Reise-Kutsche nebst 6 Geschirren, wie auch 
Reltzeuge, WasserTrensen und feine Gurttel von allen Couleuren, zu haben. 
8) Es sind 2 Flinten, eine Büchse und 3 paar Pistolen, desgleichen ein paar schwartze Kutschen Geschirr 
. und 2 Gaffel nebst Zubehör, zu verkauffen. 
9) Ein schwcntzbraun ffjahriqesZug Pf rdk welches ein Wallach, ist zu verkauffen. 
10) ^>ñt jemand auf dem Lande einen 7jährigen Schimmell, welcher sich vor einen Officier zum Relt-Pferdt 
lchickc, auch zugeritten und ein Wallach ist, zu verlassen. 
' n) Auch l)at | maní) ein schwartz Pferdt, welö)es vorm Maaqen oder zum tragen, wie auch ein schwartzt 
braunes zum Reitben oder allenfalls ins Geschirr zu gebrauchen nebst 2 brauchbaren Pack-Sattella, jll 
verkauffen. Der Verleger gibt nähere Nachricht. - 
VI. Lremr
	        

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