Full text: Kreis des Eisenberges (N.F., Bd. 3)

Dalwigksthal 
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M, T, Z. — 3m Inneren des Wohnhauses geräumige viele mit barocker Holztreppe, 
die Wangen mit Füllungen,- Galerie mit Bretterdocken. Schlichte barocke Türen. 
vom ehemaligen B r ü ck e n t o r an der Orke die Pfeiler mit Kugelaufsatz erhalten. 
T o r h a u s (51bb. 9). 3m Westen des Hofes, an der Südseite der nördlich vom Fluß begrenzten Taf. 12' 
Zufahrtsstraße. Eingeschossiger Rechteckbau mit zweigeschossigem Rundturm an Nordwestecke,- 
Bruchsandstein. 3n Ostwand des Rechteckbaues Türe mit rundbogigem Gewände, nach dem 
tonnenüberwölbten Linraum führend. 3n Nordwand drei radial gestellte, tiefliegende Schieß, 
scharten. Das Fachwerkobergeschoß modern. 3m Obergeschoß des Turmes gegen Nordosten eine 
Schlüsselscharte, gegen Nordwesten eine liegende Scharte. Vas Turminnere mit Flachkuppel ab 
geschlossen. 
f)CM5 Kampf 
Locker umbaute Hofanlage am linken Ufer der Drke, unterhalb der Straße nach Münden. Sie besteht aus dem Herren 
haus im Norden, der Scheune im Süden und dem Verwalterwohnhaus mit dem Stallgebäude im Westen. In dem öst 
lich anschließenden Garten ein Bienenhaus. 
Gjefcfyicfyte. 3m Jahre 1593 von Johann d. j. von Valwigk-Lichtenfels gegründet. Der Name 
war ursprünglich „haus Kamp", später in „Kampf" umbenannt, von den ursprünglichen Bau. 
ten ist nichts erhalten geblieben. Das jetzige Wohnhaus wurde 1741 neu errichtet. Steinscheune 
erbaut 1776, 1884 erweitert. — Gut und haus Kampf befindet sich auch heute noch im Besitz 
der Familie von Valwigk-Lichtenfels auf Kampf. 
Bestand 
Herrenhaus: äußeres. Zweigeschossiger putzbau, spätbarock, mit Ouaderkanten und Taf. 13' 
Sandsteinsockel: dieser mit Karniesabdeckung, über einem fensterartigen Kellerzugang ver. 
kröpft. Die hoffront spiegelbildlich aufgeteilt, mit Mittelrisalit und beiderseits fünf Fenster 
achsen. Vas Risalit von gequaderten Lisenen gerahmt. Sein Erdgeschoß ganz aus Ouaderwerk, 
mit Nbschlußgesims aus Platte, Wulst und Plättchen. Es wird durch zwei lange Schnecken 
konsolen getragen und ist über dem Portal vorgekröpft und im Flachbogen hochgeführt. 3m 
Bogenfeld moderne Inschrift: „Erbaut 1593 / Erneuert 1741." Vas Portal in Plattenumrah 
mung mit Ohren und Schlußstein. Zweiflügelige Zweifüllungstüre der Zeit. Freitreppe mit im 
Flachbogen geführten Stufen. Zu den Seiten des Portals schmale, schlichte Fenster. 3m Oberge 
schoß des Risalits ein Fenster in Plattenumrahmung mit Ohren. Vas Risalit durch Flachgiebel 
abgeschlossen,- dieser von Gesims aus Platte und Wulst gerahmt. — Hauptgesims aus Schräg 
brett mit Rhombenfriesdekor. Krüppelwalmdach mit Bieberschwanzdoppeldeckung. Die west 
liche Giebelfläche verschiefert. vier steile gegiebelte Gaupen gegen den Hof. 
Inneres. Die Raumausstattung aus der Bauzeit großenteils erhalten: Eingangshalle mit 
quadratischen Sandsteinplatten belegt, hölzerne Trennwand mit Barock-Rrchitektur vor Treppen 
haus. Die geschlossenen Treppenbrüstungen mit schlichtem Bandornament. Die Räume im Erd 
geschoß mit schlichter Holzverkleidung, gestrichen. Nlessingtürschlösser, darauf graviert 1740 bzw. 
41 und Wappen derer von Dalwigk und von Rüdesheim mit den Buchstaben: F. W. Z. V. D. 
bzw. I. Z. H. V. R. 
Ausstattung. Fünf Konsoltische, aus holz geschnitzt, mit z. T. alter farbiger Fas- Taf.14' 
sung. Deckplatten aus Lahnmarmor. Späte Rocailleornamentik. Um 1770. 
2 Kaminfassungen aus Stein, mit später Rocailleornamentik, um 1770. 
Johanna Luisa henrietta von Dalwigk, geb. von „Rüdisheim". Gl auf Lein- Taf. 14' 
wand. h. 0,74, Br. 0,64 m. 3n gemaltem Ovalrahmen Brustbild in blauem Kleid und 
braunem Umhang. Blumenschmuck im haar. Nach der alten rückseitigen Leinwandbeschriftung 
gemalt 1735.
	        

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