Full text: Kreis des Eisenberges (N.F., Bd. 3)

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Dalwigksthal 
ñusstattung. Altar in Blockform. íj. 1,23 m. Unterbau gemauert und verputzt. Deck 
platte aus Sandstein mit eingehauenen Weihekreuzen. ñus der Lrbauungszeit der Kirche. 
Kanzel aus holz, neu gestrichen, h. 2,60 m. Korb im */s Typ. Brüstung mit Sockelzone; 
darauf kannelierte Tcksäulchen, zwischen ihnen Blendarkadenfüllungen; oberes Abschlußgesims 
mit Konsolenfries. Als Korbstütze Holzpfeiler mit vier Eckflügeln. Schalldeckel sechsseitig, mit 
Kantengesims und Stirnaufsätzen mit flachgeschnitztem Beschlagwerk. Auf der Vorderkante ein 
geschnitzt „Anno domini 1630". 
Tafelgemälde. Die vier Tafelbilder sind offenbar zwei auseinandergesägte ehemals dop 
pelseitig bemalte Seitenflügel eines Klappaltars, deren Innenseiten mit vier Passionsszenen, 
deren Außenseiten mit vier Heiligenfiguren bemalt waren. Vas Mittelstück des Altars ist nicht 
erhalten. Tempera auf holz. I}. 1,09 m, Br. 0,52 m. 
Taf. io' i. Tafel: Szenen aus der Passion Thristi. — Oberes Bild: Dornenkrönung Thristi. Thristus 
sitzt auf einer Bank. Tr ist mit grauem Mantel bekleidet. Drei Henkersknechte, die ihm eine 
Dornenkrone aufs Haupt gesetzt haben, schlagen mit Stöcken auf ihn ein. — Unteres Bild: Chri 
stus vor Pilatus. Pilatus auf der linken Bildseite thronend wäscht seine Hände. Lin Diener 
gießt Wasser in eine Schüssel und reicht ihm ein Handtuch. Rechts wird Christus von zwei Män 
nern fortgeführt. 
Taf. io' 2. Tafel: Szenen aus der Passion Thristi. — Oberes Bild: Thristus in Gethsemane. Christus 
kniet betend mit erhobenen Armen im Garten Gethsemane, vor ihm ein Kelch. Im Vorder 
grund die drei schlafenden Jünger Petrus, Johannes und Jakobus, im Hintergrund am Tor 
des Gartens erscheinen bewaffnete Kriegsknechte, von dem Verräter Judas geführt. — Un 
teres Bild: Thristus an der Martersäule. Thristus, mit einem Lendentuch bekleidet, ist an eine 
Säule gebunden. Zwei Henkersknechte schlagen mit Uute und peitsche auf ihn ein. Im Hinter 
grund Ausblick in Landschaft. 
Taf. ii' 3. Tafel: Die hl. Barbara und Johannes der Lv. Links die hl. Barbara mit dem Turm. Rotes 
Gewand und weißer Mantel. Rechts der Evangelist Johannes mit dem Kelch, barfüßig. Ge 
wand und Mantel rot. Uber beiden die Inschrift: „§. Barbara 5. Johannes." Unter den Fi 
guren zwei Wappen: Links drei aufrechtstehenden schwarze Füchse auf goldenem Feld; rechts 
ein Huhn auf rotem Grund (v. Hüne). 
Taf.ii' 4. Tafel: Die hl. Katharina und der Apostel Bartholomäus. Links die hl. Katharina mit 
Schwert und Rad. Gewand grün, Mantel rot. Rechts Bartholomäus mit Messer und Buch. 
Gewand rot, Mantel weiß. Uber beiden die Inschrift: „5. Katharina 5. Bartholomäus." Unter 
den Figuren zwei Wappen: Links Geweih mit acht Rosen auf silbernem Grund (von Dal- 
wigk); rechts zwei vertikale rote Balken auf goldenem Grund (von Grafschaft). 
Hauptfarben karminrot, rosa, weiß, grün, grau, violett und gelb. Entstanden um 1520. 
Werkstatt der Franziskaner in Meitersdorf. Meister der Altäre in Külte und Braunau in 
waldeck. 
Gestühl mit abgeschrägter Seitenwange und Gesangbuchbrett. 18. Jh. 
T m p o r e neu gestrichen. Auf Holzpfeilern mit Kopfbändern. Brüstung: in der Sockelzone 
rechteckige Blendfüllungen, darüber Blendarkadenfüllungen, oben Abschlußgesims mit Konsolen 
fries. Auf den Füllungen der Nordseitenempore 38 Wappen gemalt, z. T. wie folgt beschriftet: 
„lehrbach, speth, dorffeldt, Meisenbug, Romrodt, fischbach, Hassenbach, Dalwig, Dersch, Hüne, 
Rau, Buchenau, Schänstadt, Berner, Rüdisheim, Spnolt v. Schütz, Habel, Tppe, Romberg, wolff, 
heyer, grafschaft, Dungeten, Busch, viermünden, Borch, gaugreben, Schade, Lewenstein gen. 
Schweinsbergk, Romrodt, Padberg, Lahr, Goertz, Lahr". 17. Jh. (lt. Inschrift 1833 renoviert). 
Kirchengerät vgl. Inventar Haus Kampf. 
Grabplatten aus Sandstein an den Thorwänden. 
a) für Tva Katharina v. Dalwigk, geb. v. Dersch, verst. 20. 5. 1662, alt 27 Jahre. Inschrift 
grabstein mit vier Wappen „Dersch, Zertzen, Borcken, Dalwigk". h. 1,80, Br. 0,80 m, 
b) für Anna Tatharina v. Calenberg, Frau v. Dalwigk zum Sand, verst. 24.3. 1679. Inschrift 
grabstein mit sechs Wappen „Talenberg, Lahr, pattberg, Brembt", in der Mitte „Dalwigk, 
Calenberg", h. 1,97, Br. 0,88 m,
	        

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