Full text: Kreis des Eisenberges (N.F., Bd. 3)

Benkhausen 
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Benkhausen 
Dorf an der Rhene, westlich der Straße Flechtdorf—stdorf. Haufendorf in Talkessel gelegen. 157 Einwohner. 
«Duellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1595. Kopiare. Landregister 1537 u. 1541. Ländereibeschreidung 1714. 
Langendecks Nachlaß. — Flechtdorfer Archiv: Urkunden 15. Ih. 
Literatur, lv. Llassen 271. L. Lurtze 642. $. st. v. Klettenberg Mskr. 1738. T. I Kap. II § 12. varnhagen Mskr. 
Wests. UV. 
Geschichte. Benkhöfen (um 1350), Beinchusen (1379), Benchusen (um 1410), Benckhusen 
(1537). — 
Um 1350 Corveysches Lehen -es Bodo von horhusen. Um 1360 haben die von Gaugrebe Güter 
von Corvey zu Lehen. 1379 verpfänden diese dem Kloster Flechtdorf die Hälfte des Zehnten, 
Bestätigung durch den Lehnsherrn Hermann von Uiehn (Rhene),- Wiedereinlösung durch Brosecke 
von Gaugrebe 1401. 1402 bestätigt Übt, Prior und Convent zu Flechtdorf, daß Brosecke von 
Gaugrebe dem Kloster fünf Höfe zu B. verkauft habe. 1456 verzichten die von valwigk in einem 
vergleich auf Ansprüche daselbst. 1537 und 1541 gehört der Zehnten dem Kloster Flechtdorf. 
Die Höfe haben Kloster Flechtdorf und die von Padberg. Der Hof Cisinckusen gehört den wal- 
decker Grafen. 1574 haben diese auch eine Mühle daselbst. B. gehörte zum 5lmt Cisenberg, 
Gogericht Flechtdorf und Freistuhl Schweinsbühl. — 1738 17 Wohnhäuser. 
Kirche 
Lv., Filial von Flechtdorf. Inmitten des Dorfes, mit Südseite an der Straße stehend. 
Kirchenbücher: Eintragungen im Kb. stdorf ab 1648, ab 1903 in Flechtdorf. 
Gesä)lä)1e. 1541 wird eine Kapelle genannt. Ursprünglich Filial von Udorf, seit 1903 von 
Flechtdorf. — Kirche 1687 erbaut. 
Bestand 
Grundriß: (Ubb. 3). Barockbau über Rechteck mit unregelmäßigem 5 /io - Vstschluß. 
Aufriß: Außeres, verputzter Fachwerkbau über gequadertem Zementsockel, westroand ver. 
schiefert. In nördlicher Langwand zwei rechteckige Fenster, das östliche mit Sprossenteilung. Im 
Süden zwei flachbogige Fenster. Türe in Uordwand mit schlichter, rechteckiger Bekleidung, mit 
Karnies zwischen zwei Platten profiliert. Dachüberstand auf Knaggen,- Traufbrett,- Satteldach 
mit (Vstwalmen, in Schieferdeckung. Nahe dem westlichen Firstende vierseitiger Dachreiter mit 
spitzem, achtseitigem Helm, verschiefert.
        

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