Full text: Kreis des Eisenberges (N.F., Bd. 3)

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Welleringhausen 
Welleringhausen 
Gas. 108* Dorf an einer Nebenstraße, die zwischen Neerdar und Usseln von der Straße Norbach—Brilon südlich abzweigt, ksaufen- 
dorf in malerischer Lage in hochliegendem Nessel. 
tyuellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1466. Landregister 1537 u. 1541. Salbuch 1681. LangenbecksNachlaß. 
Literatur, w. (Elasten 273. L. Turtze 645. v. Nlettenberg Mskr. 1738, T. I Uap. II 812. varnhagen Mskr. 
Wests. UV. 
Karten und Pläne. Triftenkarte der Gemeinde w. 1871 im Staatsarchiv Marburg. 
(öesthiä)1e. waliereshusen (um 1010), welberinchusen (um 1194), walberinchusen (um 1300, 
1460), weltzerdinchusen (1338), welderckusen (1500), welderckhausen (1537), welderckusen 
(1541). — 
Um 1010 hat Kloster Lorvey hier Besitz. 1194 hat Kloster Flechtdorf Güter in w. Um 1300 
haben die von Vorfeld ein Gut als gräfl. Rrnsbergisches Lehen. Um 1350 hat Heinemann von 
Itter den Zehnten als waldeckisches Lehen. Rdlige von w. haben hier Burgsitz, Gerichtsbar. 
lreit und Vogtei. 1500 haben die von viermünden Einkünfte daselbst. 1537 ist w. Dorf der 
Waldecker Grafen. Den Zehnten haben die von Uhene. Die Güter gehören den von viermün. 
den und von Vorfeld. W. gehörte zum Rmt des Eisenberges, zum Gogericht Flechtdorf und 
Freistuhl Usseln. — 1738 16 Wohnhäuser. 
Kirche 
(Ed., Filial von (Eppe. 
Sie steht auf der höchsten Stelle des Dorfes an seinem Nordrande, von der ehemaligen Nirchhofsmauer nur Reste mit 
barocken Torpfosten westlich des Turmes erhalten. 
N i r ch e n b u ch. Eintragungen ab 1673—1714 im Nb. Neerdar in der Pfarrei Rhena; ab 1715 im Nb. Eppe daselbst. 
(öe^chichle. Die Kirche wird 1351 genannt. Sie war Filial von Neerdar und gehörte zum 
Nrchidiakonat Horhusen (Niedermarsberg) und Bistum Paderborn. 1778 erhält die Kirche eine 
Orgel und es wird eine Orgelbühne gebaut. — Nomanisch, 12 . Ih- Ehorfenster spätgotisch, 
Ende 15. Zh. Schiffsfenster barock, 17. Ih- Ausstattung 1675. 
Bestand 
Grundriß (5lbb. 79). Einheitliche romanische Anlage aus quadratischem Westturm, ein. 
jochig eingewölbtem, etwas längsrechteckigem Schiff und quadratischem Gstchor. 
Taf. 104 flufrijj: Außeres. Sandsteinbau, lagerhafter Bruchstein mit Ouadern untermischt, mangel. 
haft verputzt- Ouaderkanten. 
Turm. Gedrungenes, schlichtes Massiv über Plattensockel. Die Luken z. T. vermauert. An der 
Westwand Eisenanker, zu der Jahreszahl 1663 ausgeschmiedet. Der Westgiebel ganz verschie. 
fert, vom Gstgiebel nur die Spitze. — Satteldach in deutscher Schieferdeckung. 
Schiff. In der Südwand Rundbogenportal in rundbogiger Blende- alte Brettertüre, an der 
Innenseite in Kapitale „M IOSIAS W BRUETZEL 1702" (Fortsetzung der Inschrift vom 
schmiedeeisernen Türangelband verdeckt). Barocke Fenster,- das nördliche rundbogig, das süd 
liche gerade geschlossen. — Der Ostgiebel bis auf den oberen Teil massiv,- darin dreieckige 
Öffnung in Brettrahmen. Satteldach in deutscher Schieferdeckung. 
Thor. In Süd. und Gstwand je ein spätgotisches, in Rundkehle und Plättchen profiliertes 
Fenster mit halbem Vierpaß-Abschluß. Im Giebeldreieck kreuzförmige Luke.
	        

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