Full text: Kreis des Eisenberges (N.F., Bd. 3)

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Schwalefeld 
Zehnten von fünf Höfen haben die von Vorfeld. Die ijöfe Nsterfelde und Gthmerkusen waren 
Lehen der von viermünden und wurden von Bewohnern von Usseln bebaut. „Lütken 
Schwalefelds" war ein wüstes Dorf und Lehngut der von viermünden. Sch. gehörte zum Nmt 
des Lisenberges, zum Baurgericht Flechtdorf und zum Freistuhl Usseln. — 1738 33 Wohn 
häuser. — 1537 bestand bei Sch. eine Eisenhütte, die den Grafen von waldeck gehörte. 1541 
war sie jedoch schon eingefallen und wurde nicht mehr benutzt. 1672 wurde unterhalb von 
Sch. am Itterbach ein Eisenhammer errichtet. — Oberhalb von Schwalefeld befinden sich die 
Überreste einer größeren Burganlage (Ubb. 70) mit starken dreifachen Wällen, wahrscheinlich 
eine der von Uarl dem Großen eroberten Sachsenfesten. Ein in der Nähe vorbeiführender Weg 
führt noch heute den Namen „Frankenpfad". Neste einer spätmittelalterlichen Herrenburg sind 
nicht nachweisbar, eine Burg der Schwalenberger Grafen hat hier nicht gestanden, so daß sie den 
Namen „Schwalenburg" zu Unrecht trägt. (Eine Burg „Schwalenberg", das Stammschloß der 
Waldecker Grafen, befand sich im Lippischen, in der Nähe von Bad Pyrmont.) Eine Kirche 
bestand in Sch. nicht. Vas Dorf ist eingepfarrt zur Kirche in Usseln. 
Die 5chwalenburg Mb. 70 ) 
Auf bewaldeter öergkuppe nordwestlich des Dorfes gelegen. 
Nuf oberster Bergkuppe ein ca. 2—4 m hoher Wall in ovaler Grundrißform, steiler Berg 
abfall an der Westseite. 611 seiner Nordseite Zugang mit den Grundmauern seitlicher Tor 
gebäude aus Schieferbruchstein ohne Mörtelverbindung und verputz, teilweise freigelegt. Nn 
der Südseite mehrere nach innen vorstoßende Mauerzüge, ebenfalls z. T. freigelegt. Daneben 
moderner Durchstich durch die Umwallung. 3m Innenfeld Mauerzüge eines Bund- und eines 
Nechteckturmes erkennbar. Ein zweiter Wall führt im Norden, Osten und Süden in breitem 
Nbstand um die innere Burg herum und vereinigt sich an der westlichen Steilhangseile des 
Berges mit dem Innenwall. 5ln der Nordseite wiederum eine große Toranlage mit nach innen 
nahezu rechtwinklig einschlagenden Mauerzügen. Ein breites heute unbewaldetes Vorschuß 
feld ist im Norden, Osten und Süden von einem dritten mit Strauchwerk bestandenen Wall um 
geben, der im westen wiederum mit dem zweiten und ersten Wall zusammen läuft. Nn seiner 
Nordseite ein Tordurchlaß, etwas unterhalb östlich davon moderner wegdurchstoß. 5ln seiner 
Südseite wird er streckenweise durch natürlichen Steilhang unterbrochen. Gesamtdurchmesser in 
Nordsüdrichtung ca. 315 m, in Ostwestrichtung ca. 240 m. Der Durchmesser der Innenburg in 
Nordsüdrichtung ca. 70 m, in Ostwestrichtung ca. 100 m.
        

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