Full text: Kreis Wolfhagen (N.F., Bd. 1)

Lscheberg 77 
durch rundbogige Blendarkaden. Obergeschoß Zachwerk, zum Teil verputzt. Walmdächer mit 
pfanncndeckung. 
Wasserleitung. 1748 gebaut. Bei Ausschachtungen fanden sich Überreste und Stein mit In 
schrift: A. C. v. d. M. 1748. 
Friedhof 
Am Waldrand nördlich von Lscheberg, neue Umzäunung. 
Grabmal der M. v. d. Malsburg, gest. 12. April 1803. Sandstein. Auf hohem quadratischen Sockel 
(mit Grabschrift in Lapitale) Obelisk (ca. 4,5 m hoch). 
Gutshof Oedinghausen 
Besitzer Hermann von der Malsburg. Zur Landgemeinde Lscheberg gehörig. 
Ouellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden 1584—1713. — Urkunden v. d. Malsburgisches 
Archiv. Stadtarchiv Wolfhagen: Urkunde 1542. 
Äarten und Pläne. Staatsarchiv Marburg: Lonc.-Rarte 1723. 
Literatur. Classen 232. Hochhuth, 261. Reimer, OL 359. Ritter, 94. 
(beschichte. Lddinchusen 1261. Odinghusen 1423. — Lhem. Dorf. Die von Gudenberg hatten 
hier bereits 1261 Besitz. 1423 wird die Hälfte den von Gudenberg, die andere Hälfte den Wölfen 
von Gudenberg als Mainzer Lehen gegeben. Die Gudenbcrg'sche Hälfte erhielten 1534 die von der 
Malsburg als Lehen. Das Dorf war A. des 16. Ih. wüst. Hermann von der Malsburg erwarb 
nach 1550 den ganzen Ort. Seitdem Gutshof. Fast 10S Iahre in hessischem pfandbesitz. 1787 an 
die von der Malsburg zurück. — Oedinghausen gehörte ursprünglich zur Pfarrei Oberelsungen. 
1886 kam es zum Vikariat (jetzt Filial) von Breuna in Lscheberg. 
Bestand 
Wohnhaus. Am westlichen Lnde des Hofes gelegen. Zweigeschossiger Zachwerkbau mit hohem 
Sockel aus lagerhaftem Bruchstein, vorder- und Rückseite mit moderner Blechverschindelung. 
Seitenfronten verputzt. 7 Zensterachsen. Tür mit zwciläufiger Freitreppe. Satteldach mit Walm 
und Zwcrchhaus in Mittelachse. Traufenseite zum Hof. Biberschwanzdoppcldcckung. Zwei Gau- 
pcn. A. 19. Ih. 
Alte Scheune 
An der Südseite des Hofes. Hachwerk. 9X21 Gefache. Satteldach mit einseitigem walm. 8-pfan- 
nen. Um 1800.
	        

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