Full text: Kreis Wolfhagen (N.F., Bd. 1)

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Wenigenhasungen 
Wenigenhasungen 
Dorf an der alten Straße Lasse!—Wolfhagen nordwestlich des Hasunger Berges. Haufendorf in 
ebenem Gelände. 435 Einwohner. 
(Quellen. Staatsarchiv Marburg: Hasunger Urkunden ab 1252. Katasterbücher, 3 Bde., 1737, 
1750. Gemeinderechnungen ab 1814. Lonsiftoriumsakten. 
Karten und Pläne. Staatsarchiv Marburg: Gemarkungskarte, 11 Bl.; Hartmann, 1686. 
Lonzeptkarte 18. Ih. Gemarkungskarte, 26 Bl.; 1873/76. 
Literatur. Classen, 231. Hochhuth, 236. Reimer, OL 207. Ritter, 97. 
(beschichte. Villa wenigen Hasungen 1252. Nidern Hasungen 1335. — Gehörte dem Kloster 
Hasungcn. 1585 als zur vogtei Hasungen gehörig erwähnt. 
Kirche 
Inmitten des Dorfes auf umfriedetem Platz. Einfriedigung auf altem Sandfteinsockel, Pfeiler 
bez. 1907. 
Geschichte, pleban 1258. 1585 nach Iftha eingepfarrt. Seit 1747 Mal von Istha. — Turm 
mittelalterlich, 14. Ih. Die Kirche 1748 neu errichtet (s. Inschr.). Turmhelm 1787 (s. Wetterfahne). 
Bestand 
Grundriß. Gotischer Westturm, quadratisch. Barocke Saalkirche über regelmäßigem Recht 
eck (Abb. 67). 
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Taf. 25 t A u f r L ß : Äußeres. Sandfteinbau. 
Turm ein schlankes Massiv aus unten 
lagerhaftem, oben wildem Bruchstein 
mit Ouaderkanten, breit gefugt. In 
Südseite im Erdgeschoß Rundluke aus 
einem Stein. Im 1. Obergeschoß qua 
dratische Öffnung, im obersten Geschoß 
schlichte Spitzbogenfenster mit Mittel- 
. . _ . , „ „ Abb. »7. Wenigenhasungen, Grundriß der Lirchc. ;:roo 
Pfosten und Spitzbogen, gefast. An der 
Westseite schlichte Stichbogentüre nnt Ohren, im gerahmten Schlußstein bez. 1748. Benagelte Bret 
tertüre, barock. An der Ostseite ehemaliger Zugang in Höhe des 1. Obergeschosses, zugesetzt, im 
oberen Teil als Innennische erhalten. Hölzerner Turmaufsatz mit achteckiger Laterne und Kegel 
dach, beide verschiefert, Dachanlauf mit Biberschwanzdoppeldeckung in Schieferfassung. 
Das Schiff über Schrägsockel. Das Mauerwerk im Südteil der Westwand in Baustoff und 
Schichtenhöhe des Turmes, sonst unregelmäßige Quader, breit gefugt, untermischt mit steinsichtig 
verputztem Bruchstein; Ouaderkanten. Schlichte Stichbogenfenfter in Werksteinfassung. Walm 
dach in Biberschwanzdoppeldeckung. 
Inneres. Turm. Über Erdgeschoß flache Decke. Steinplattenfußboden. Durchgang zur Kirche 
mit hohen Stichbogen. Helm auf aufgehängtem Kaiserstiel.
        

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