Full text: 70 Jahre Flugplatz Fritzlar 1938 - 2008

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Vorwort des Verfassers 
Diese Dokumentation ist der Initiative meines ehemaligen Staffelkapitäns aus den 70er 
Jahren, Herrn Oberstleutnant a. D. Wolfgang Pech, zu verdanken, der in Bückeburg mit 
großem Engagement ehrenamtlich bemüht ist, die Geschichte der Heeresfliegertruppe 
und seiner Flugplätze möglichst vollständig zu dokumentieren. Ihm ist es gelungen, 
mich für die Dokumentation der Geschichte des Flugplatzes Fritzlar zu gewinnen, auf 
dem ich  mehr als 30 Jahre stationiert war. 
Die umfangreichen Recherchen – insbesondere über die Zeit vor der Nutzung 
des Flugplatzes durch die Bundeswehr – brachten Erkenntnisse zu Tage, die uns 
Soldaten vorher kaum oder gar nicht bekannt waren. Informationen aus jener Zeit sind 
auch der bereitwilligen Auskunft der Herren Klaus Leise und Clemens Lohmann aus 
Fritzlar zu verdanken. 
 Die vorliegende Arbeit fasst alle Informationen über den Flugplatz zusammen, 
die mir durch die Auswertung von Materialien und Befragungen mit angemessenem 
Aufwand zugänglich waren. Dabei blieben zwangsläufig immer wieder Fragen offen, 
deren Beantwortung auch bei höherem Aufwand nicht sicher war. Ich rege die Leser an, 
zur Aufdeckung weiterer Geheimnisse der Geschichte aktiv beizutragen. 
 Diese Dokumentation ist aus dem subjektiven Blickwinkel eines „Fliegers“ 
verfasst worden und stellt bewusst diejenigen Elemente des Flugplatzes mit seiner 
Kaserne und den darin stationierten Truppenteilen in den Vordergrund, die unmittelbar 
mit dem Einsatz von Luftfahrzeugen verbunden sind. Andere Truppenteile kommen 
dabei zwangsläufig zu kurz, wobei deren Bedeutung am Gesamtmechanismus Flugplatz 
mit Flugbetrieb und Kaserne nicht unterbewertet werden soll.  
 Diese Arbeit möchte ich als Geburtstagsgeschenk an das Kampfhubschrauber-
regiment 36, dem ich 17 Jahre angehört habe, zum 70sten Jubiläum seines Flugplatzes 
verstanden wissen. 
Ich widme diese Dokumentation meinem ersten Regimentskommandeur, 
Herrn Oberst a. D. Walter Lücke, der im 2. Weltkrieg als Pilot eingesetzt war, eine lange 
Kriegsgefangenschaft in Russland überstand, die Anfangszeit der Heeresfliegertruppe 
mit gestaltete und bis heute im hohen Alter die Verbindung zu den Fritzlarer 
Heeresfliegern mit großem Interesse hält. 
 
Zur Wiedergabe von Archivmaterial mit Darstellungen des Hakenkreuzes 
Das Hakenkreuz ist ein Symbol der nationalsozialistischen Epoche und seiner 
Institutionen. Seine Darstellung in Archivmaterial dient der historischen Korrektheit des 
Beitrages. Diese Dokumentation dient zu Zwecken der sicherheitspolitischen und 
militärhistorischen Bildung sowie der Berichterstattung über Vorgänge des 
Zeitgeschehens. Sie ist eine Informationsquelle in erster Linie für Heeresflieger sowie 
für andere interessierte Personen und nicht gedacht als Sympathieträger jeglicher neo-
nazistischer Aktivitäten oder rechtsradikaler Gruppen. 
 
 
 
Gudensberg im November 2007 
Jürgen Preuß
        

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