Full text: 70 Jahre Flugplatz Fritzlar 1938 - 2008

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3. Öl wird grundsätzlich nicht an der Tankstelle, sondern in einer entfernten Halle 
bereitgehalten. Nach 17.00 Uhr ist die Halle verschlossen.  
4. Das Personal der Flugleitung macht den Eindruck einer Hilfspolizei: „Wenn Sie da 
noch ´mal mit Ihrer Mühle ´lang rollen, is´ ihr Schein weg!“  Ehrenbezeugungen  sind 
hier völlig außer Kurs geraten.  
5. In den Wetterdienststellen gewinnt man den Eindruck, man sei in einem KdF-
Reisebüro. Beim Streckenwetter ist fast ausschließlich Pessimismus zu erwarten. Der 
Meteorologe vom Dienst ist grundsätzlich dagegen und 
rät nach Rückfrage bei der Wetterleitstelle ab. Die nicht 
unmittelbar beteiligten Hilfsmeteorologen bitten um 
Autogramme oder knittern mit Stullenpapier. 
6. Die Kontrolle der Flugbefehle liegt in den Händen des 
zivilen Tankpersonals: „Ihren Flugbefehl muss ich seh´n, 
sonst gibt´s kein Benzin!“ 
7. Bei Landungen nach 17.00 Uhr harrt man 
vollkommen vereinsamt an der Tankstelle der Dinge.“ 
 
 
 
Adolf Galland (1912-1996) wurde später General der 
Jagdfliegerkräfte der Reichsluftwaffe. 
 
 
Auch die beschaulich entspannte Weihnachtsrunde meist älterer Herren – vermutlich  
der Fliegerhorstkommandantur – im Kaminzimmer des Fritzlarer Offizierskasinos 
könnte in jene Zeit datiert werden. Das Kasino wurde 1937-1938 außerhalb der Kaserne 
von überwiegend italienischen Arbeitskräften gebaut.
        

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