Full text: 70 Jahre Flugplatz Fritzlar 1938 - 2008

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Die folgende Luftaufnahme eines britischen Höhenaufklärers ist eine Rarität. Sie zeigt 
den Flugplatz im Mai 1943 nach Ablaufen der Wassermassen. Die Eder am oberen 
Bildrand führt noch Hochwasser. Das Foto ist das einzige, auf dem alle ursprünglich 
gebauten Flugzeughallen zu erkennen sind, insbesondere auch die Halle 1 links unten, 
von der sonst keine andere Fotografie bekannt ist. Die Produktion der Ju 352 bei Junkers 
wird durch die Aufräumarbeiten auf dem Flugplatz lediglich um einige Wochen 
verzögert. Dauerhafte Schäden gibt es nur bei Leichtbau-Gebäuden und Baracken. 
 
Zustände auf den Heimathorsten 
Während der Kriegsjahre wurde der Fritzlarer Flugplatz  in seiner eigentlichen Funktion 
als Heimatfliegerhorst zur Ausbildung und Vorbereitung fliegender Verbände nicht 
mehr genutzt. Wie es auf solchen Flugplätzen in der Etappe zeitweise zugegangen sein 
mag, verdeutlicht der Beschwerdebrief des Kommodores des Jagdgeschwaders JG 
„Schlageter“ Nr. 26, Oberstleutnant Adolf Galland, vom 01. Oktober 1941: 
„Bei Dienstflügen ins Reichsgebiet wurden auf den Heimathorsten Zustände 
angetroffen, deren Abstellung im Sinne der militärischen Disziplin und Manneszucht 
dringend erforderlich scheint: 
1. Durchweg wird jede Landung eines fremden Flugzeuges als  ruhestörend und lästig 
empfunden. 
2. Das Starthilfs- und besonders das Tankpersonal wird an Faulheit und unmilitärischem 
Auftreten nur  noch vom Flugleitpersonal überboten.
        

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