Title:
70 Jahre Flugplatz Fritzlar 1938 - 2008
Creator:
Preuß, Jürgen Wikipedia
Shelf mark:
35 Hass 2009 A 2196
PURL:
https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1336652789240/19/
19 
1939 � 1945: W�hrend des Zweiten Weltkrieges 
Kriegsstationierungen KG 54 
Mit Beginn des 2. Weltkrieges, im September 1939, verlegte der Stab KG  54 zur 
Vorbereitung auf den Westfeldzug von Fritzlar nach G�tersloh und wenig sp�ter nach 
M�nster-Handorf. Die I./KG 54 verlegte nach Lippspringe. Im Verlauf des Krieges war 
die I./KG 54 unter anderem in Evreux westlich Paris zum Luftkrieg gegen England 
stationiert. Der Russland-Feldzug wurde unter anderem vom Flugplatz Dnjepropetrowsk 
n�rdlich der Krim unterst�tzt. Im Mittelmeerraum wurden von Catania auf Sizilien 
sowie Timpakion und Iraklion auf Kreta   britische Geleitz�ge und Ziele in Nordafrika 
bombardiert. Weder der Stab KG 54 noch die I. Gruppe kehrten w�hrend des Krieges an 
ihren Heimathorst Fritzlar zur�ck. Teile der I./KG 54 schulten ab September 1944 in 
Giebelstadt auf den neuen D�senj�ger Me 262 um und wurden umgehend unter starken 
Verlusten in der Reichsverteidigung eingesetzt, bevor sich die Gruppe bei Prag aufl�ste.  
 
1941 � 1944: Au�enstelle der Junkers Flugzeugwerke 
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde es f�r deutsche R�stungsunternehmen 
notwendig, �ber redundante Test- und Produktionseinrichtungen zu verf�gen. In diesem 
Zusammenhang wurde der seit Ende 1939 fast verwaiste Fritzlarer Flugplatz mit seinen 
Flugzeughallen ab August 1941 als Ausweichbetrieb der Junkers Flugzeugwerke Dessau 
genutzt. Er wurde zun�chst mit der Bezeichnung �Junkers �nderungshorst Fritzlar� auf 
Instandsetzung von Flugzeugen der Luftwaffe und R�stungsproduktion von 
Flugzeugkomponenten umgestellt. Mit zunehmender Auslastung und Ersch�pfung der 
Kapazit�ten der Werke Dessau und Bernburg sowie steigender Bedrohung durch 
Luftangriffe gewann Fritzlar immer mehr an Bedeutung f�r die Junkerswerke. 
 
Der Kasernen-Lageplan aus dem Jahr 1943 zeigt neben 7 Flugzeughallen einen 
Sportplatz im Bereich des heutigen Heizwerkes und im Bild links oben jenseits der 
Bundesstra�e 3 einen Komplex mit Wohnbaracken f�r osteurop�ische Arbeitskr�fte.