Full text: 70 Jahre Flugplatz Fritzlar 1938 - 2008

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1935 – 1939: Vor dem Zweiten Weltkrieg 
Vorgeschichte und Bau des Flugplatzes Fritzlar basieren auf dem Gesetz über den 
Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935, in dem Adolf Hitler seinem 
Luftfahrtminister, Hermann Göring, befahl, unter Missachtung des Versailler Vertrages 
von 1919, aus Teilen der damaligen Reichswehr eine Luftstreitkraft für das neue 
nationalsozialistische Deutschland aufzubauen. In der Folge wurde die Luftwaffe  neben 
Heer und Kriegsmarine als Teil der Wehrmacht aufgestellt. Aus dieser Entscheidung 
ergab sich ein dringender Bedarf zum Bau zahlreicher neuer Flugplätze. Die Wahl fiel 
auch auf die Ederniederung vor den Toren von Fritzlar. Die kleine Stadt in Nordhessen 
war seit 1802 Garnisonsstadt und Standort von Artillerieverbänden, die in der Watter-
Kaserne am Nordrand der Kernstadt untergebracht waren.  
Spekulationen, denen zufolge Fritzlar ausgewählt wurde, weil Hermann 
Göring in der Nähe eines geplanten Luftwaffenhauptquartiers in Bad Wildungen einen 
Flugplatz haben wollte, sind plausibel, konnten aber nicht schlüssig belegt werden.  
 
 
Auf jeden Fall war Fritzlar schon 1925 für den Deutschlandflug als „Notlandeplatz“ 
vorgesehen worden. Gemeint war damals allerdings der Exerzierplatz im Nordosten von 
Fritzlar an der Kasseler Warte. Dieses völlig ebene Gelände mit Grasnarbe und 
Binsensträuchern wurde auch in den „Nachrichten für Luftfahrer“ vom 26.04.1928 als 
Notlandeplatz veröffentlicht.
        

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