Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1796)

ALS 
Ein geprüftes Mittel wider den Brand und andere 
schädlicheMunden der Bäume; so wte euch HaastN/ 
Ameisen und andere Schaden verursachende Thiere 
und Gewürmr von den Bämntn abzuhalten. Nebst 
einen BaumwachS als Präservativ wider den Brand. 
(a. r.Ltipj. Oecvnom. Hefttn.) 
C 
Erstens. 
S wird ^ jedem Oekönomen 
hinlänglich bekannt seyn, wie 
leicht die besten unv schönsten 
Obstbäume dem Brand unter 
worfen sind, und dadurch ab 
sterben müssen. Man hat zwar 
immer durch kühlende Materie« 
theils durch eine Vermischung 
von Leimen und Koch deß Horn» 
Viehes, theils durch Leimen 
allein dieser Krankheit zu wider 
stehen gesucht; allein gewiß 
nicht mit der Würkung die man 
sich wünschte. Indem diese 
Materien mcht von selbst an 
dem Baum hängen bleiben« 
sondern mit dem nächstkommen, 
den starken Regen abgespühlet 
werden, und doch nicht immer 
füglich angebunden werden rön 
nen; und auchMrzüglich des 
wegen,. weil. die. Insekten und 
Gewürme,' die sich an der 
Wunde eines krönken Baumes 
merstenchells Linfinden und sich 
UÄ 
daselbst zu vermehren suchen, 
nicht von diesen Mitteln ster- 
den, vielmehr sich eine' solche 
Dicke zu Nutzen machen, um 
desto sicherer rhr Unwesen fort 
treiben zu können; nebst dem 
wird eine solche Salbe nie ganz 
den Brand verhindern, weiter 
um sich zu greifen, noch viel 
wiNtger die schon vorhandene 
Wunde heilen können. - 
Man versuche es einmalr 
indem man einen Ast vom Baum 
abgeschnitten hat, und belege 
die durch das Abschneiden ent 
standene Wunde mit Leimen 
allein, oder auch vermischt 
mit Hornviehmist; nach eini 
ger Zeit untersuche man die 
Wunde und man wird fin 
den, daß die Oberfläche des 
Holzes abgestorben, vielleicht 
ausgesvrvngen, und vielleicht 
von Gewürmen und Insekte» 
belagert ist ; man untersuche 
weiter, und man wird finden, 
daß
	        

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