Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1795)

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trocken noch zu naß ist, an dem 
erstm würden sie welken, so wie 
an dem andern faulen; gut lst 
es, wenn man einen Keller hat, 
welcher nicht gar zu feucht ist. 
Von den Kohlrüben über der Erde, 
kann man auch einige mit der Wurzel 
herausnehmen und in unser« Sand < 
beere im Keller einsetzen ; düse kreiden 
selbe sehr zarte Blätter, weiche im 
Nothfall die Stelle des Blumenkohls 
vertreten können, und wenn das bis» 
chen Laub abgestreift worden, und die 
Stränke dieses Auswuchses sauber 
geschält sind, so läßt es sich gut 
essen. 
Savoyenkshl, W-Ifchkraut, Weiß 
ktaul, wenn dieses nicht etwa in die 
Gruden eittgelegk woroen ist, und 
brauner Kohl taffen sich im seyen 
Ga;en auswintern, 'er letz; ist so 
ziemlich hart, wenn «r nur nicht zu 
h> ch »st, und e Winrer nicht viel 
F *#e hat pabrp kem Schnee,liegt, so 
blriok er w -l an feinem Platze gut, wenn 
er üdrig nS daseibst auch vor den Hasen 
sichert ist; ss<d a»rr diese Bedingun 
gen nicht, so mȧ er wie die andern 
Arten von Koh! und Kraut behandelt 
werden 
W 'N muß aber zu dem Ende in 
dem Tarten reihenweise kleine Grüb 
chen zseyest, dieKchl undK-autarken 
dicht neben einander darin sitzen, und 
die Wurzeln wieder wir E de vedek- 
ken; üsktgens kann man die Köpfe so 
lange frey stehen lassen, bis sehr 
scharfer Frost eintritt, da man ihnen 
eine Bedeckung von Stroh geben kan, 
die mau jedoch bey gelinderer Witte 
rung wieder abnimmt, damit die 
Blätter nicht darunter gelb werden, 
oder gar anfaulen. 
Wir gedenken noch zum Schkus an 
etwas, dessen bessere und längere 
Dauer einer Hausmuirer nicht gleich, 
gültig seyn kann, und wir also nicht 
ohne Schaden in unsern Spetsege- 
wölben dem F oste aussehen können, 
ich meine die Eier, welche allein zu« 
gerichtet , und auch yi andern Spellen 
gebraucht werden. gleich belieb; sind. 
Diese kann man nun in ein Gefäß ein 
legen, und nach Belieben, Kleye, 
Spreu, Slrohhechsei, Hen, Asche, 
auch wohl Hsise d-zwischen streuen, 
doch so, daß kein Ey das andere be 
rühre, und daß jedes Ep aus der 
Spitze stehe, Nun werden diese ein 
gelegten Eier an' einen terriprkltten 
Vrt gel tzr, und halten sich gewiß vis 
ivs päie Frühfahr gut« 
Wer ein Freund von gesottenen 
Eiern ist, kan sie noch einige Monat« 
-in frischem Zustande erhalten, wenn 
man selbige, so wie sie aus dem Reste 
genommen werden, gleich in frisches 
Wasser legt, baß es darüber weggehe, 
und an, kühlen Ort hinstellet. 
Das Wasser muß alle sechs oder 
si-den Leg; av, Und frisches darauf 
gegessen, auch die Eyer j desmai um- 
ßLi.gr weeden Da das Waff.r dem 
Gefrieren leicht unterwerfen ist, so 
versteht es sich von selbst, daß sie an 
«inen selchen Ort gesetzt werden, wo 
sie der Frost nicht berühren kann 
Alles dasjenige, was keiner weitern 
Psiege im Winrer bedarf, als daß es 
bey kaltem Wetter an einen Ort ge 
bracht werde. wo es nicht gestirren 
kann, überlassen wir billig der Auf 
merksamkeit jeder Haur mutter.
	        

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