Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1795)

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genommen, die bey Ettinger in Natur de» Sehens, aus dem 
Gotha unter dem Titel erschie- Englischen übersetzt uns mit 
neu ist: George Adams's An« Zusätzen uns Anmerkunaen Ver 
weisung zur Erhaltung des sehen, von Friedrich KcieS. 8.) 
G sichts und zur Kenntniß der 
Citronen lange Zeit gut aufzubehalten. 
K^ie Citronen kommen aus 
Spanien und Italien in großer 
Menge nach Deutschland in 
hölzernen Kisten, de^en eine 6— 
8oq Stücke enthalt. Die mei 
sten werden von St. Temo, 
Nizza und Monton,einer kleinen 
Stadt in Savoyen, zu Wasser 
und zu Land über Marseille und 
Lyon versendet. Man verkauft 
aber hier nur diejenige, die nicht 
durch einen eisernen Ring 
gehen, bestes Größe von der 
Obrigkeit dazu bestimmt ist; 
die übrige werden, als zu kleine, 
ausgemustert, und aus densel 
ben der Saft gepreßt, der 
hernach in Fäßlein verführt 
wird. Je saftreicher und dün- 
schäligtec eine Citrone ist, 
desto besser ist sie. Die größten 
und ansehnlichsten taugen oft 
am wenigsten, weil sie eine 
dicke Schaale, viel weißes 
Fleisch, und wenig Saft haben. 
Auf dem Lande, wo man sich 
Citronen im Vorrath kaufen 
muß, um sie im Nothfall zu 
haben, oder auch für Handels 
leute ist es also von großem 
Nutzen, solche lange unverfault 
aufvewahren zu können. Dies 
geschiehet auf folgende Weise: 
Daö gewöhnlichste ist, daß 
man diese Früchte nicht in 
Keller, sondern an einem lufti 
gen , trocknen Ort so legt, daß 
keine die andere berührt, nno 
jede besonders in Papier ein 
wickelt , welches aber kein Lösch- 
papier seyn darf, indem dieses 
zu leicht Feuchtigkeit anziehet. 
Oder, man legt sie, wenn sie 
auch schon noch grün sind, an 
einen luftigen Ort, in trockenen 
Sand, wo sie reifen, und so 
gelb werden, als ob sie ganz 
reif vom Baum gekommen 
wären. So hat man schon 
Citronen vom Februar bis in 
October
	        

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