Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1795)

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Um einen guten Hollunder- 
beerwein zu erhalten, muß man 
die reifsten Teere aussuchen und 
pressen, denn daß man die 
Beere blos in Wasser abkoche, 
und darnach mit Zucker ver 
mische, ist nicht die rechte 
Verfahrungsartz auch daS ist 
nicht die beste, daß man die 
Beere in einer Butte mit sie 
dendem Wasser abbrühe, her 
nach die Beere zerdrücke und 
Zucker hinzu thue, mit Hefen 
aber aufgehren lasse. Die beste 
Verfahrungsart ist diese: man 
steckt einen Hahn in eine Butte 
(Wanne) thut hinein die rein- 
gepsiückte Beere, preßt solche 
durchdenDrukeiniger passende« 
Bretter aus, so daß man der» 
ersten, besten und feinsten Saft 
erhält, man kan sich auch hierzu 
einer Kelter, oder einer Wachs 
presse bedienen. Diesen Saft 
vermischt man mit Brunnen 
wasser, laßt solches mit gehöriger 
Quantität Zucker aufkochen, 
nimmt auch Rosinen hinzu, 
und man wird einen reinen, 
günstigen, wohlschmeckenden 
Wein erhalten welcher manchen 
Traubenwem, welcher in den 
Weinbrauereyen der Seestädte, 
vielleicht mit schädlichen Be 
standtheilen gemischt wird, den 
Vorzug abverdienen wird. 
Nachtrag. 
In Arolsen ist für einigen wendet worden; wem allenfalls 
Tagen ein von rothem Atlas dieses Kleid zum Verkauf an- 
auf englische Art gemachtes gebothen wird, oder sonst Aus- 
FrauenS Kleid mit weißem Taft kunft deshalb geben kan, wolle 
gefüttert, diebischerweise ent- es im Jntell. Comtoir anzeigen.
	        

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