Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1789)

»** O- 
geringerL und wohlfeile Sorten, 
öu von Korn uns crner gewissen 
Art gießer ichwarzer Ameisen 
gemacht werden. Dieses in den 
Dortigen Gegenden «ehr häufige 
uno für vis oasigen Bewohner 
äusserst beschwerliche Jnlekr 
führt, wie chymi che Versuche 
ergeben haben, eM gewisses ölig- 
tes, sprrikuoseS uns säuerliches 
Wesen bei sich. 
Man findet es gemeiniglich 
in kleinen runden, aufgeworfe 
nen Hügeln unter den Tannen 
baumen. 
Daß die Schweden dieses 
Infekt in ihren Brantewem- 
drennereren gebrauche, wwv 
man nicht so sonderbar finden, 
als daß sie es wie eine schmack- 
’&M? 39 « 
hafte angenehme Speise anse 
hen. — Ich ging mit einem 
jungen Schweden von Stande 
in einem nahe bei Gothenburg 
belegenen Gehölze spatz.eren. Ec 
siche ernen solchen Ameisenhau 
fen, setzte sich oben darauf, 
knis den unzähligen Bewohnern 
desselben die Köpfe und Flügel 
ab, und verzehrte solche mildem 
größten Appetit. Mein junger 
Mund versicherte mich , daß 
die Thierchen von dem ange 
nehmsten säuerlichen Geschmack 
wären, der völlig der Zitronen 
säure gliche, und suchte mich zu 
bereden, seinem Beispiel zu fol 
gen , und gleichfalls davon zu 
essen; allein eS war mir unmög 
lich , meinen Ekel vor dieser 
Speise zu überwinden. 
Dom Hopfenbau. 
( Fortsetzung.) 
s) Muß der Hopfengarte streichen kann; wann aber die, 
oder Bank eine gute seinen so am Fuß hangender Berge, 
Wuchs und Wohlgerathen be- als wo er gerne wächset, ange- 
föroernde Lage haben, ec muß legt werden, von etwas entfernt 
nemlich die Morgenvorzüg-ich liegenden Bergen vor den kalten 
aber die Mittagssonne genießen, Winden beschützet werden, sol- 
und von aller Beschattung frei» cheS ist sehr gut. 
seyn, daß die freie Lust durch-
	        

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