Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1788)

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ich mit dessen eigenen Worten Fieber da war, welches eine K» 
hier wieder erzähle: große Auflösung der Säfte bät- 
^ te zuwege bringen können. Ich 
«Ein Knabe von 5 Jahren, gab daher die Aqu. bened.£u 7 
bekam auf der linken Fußsohle in kleine Dosen, um den Schleim 
einen Schmerz, ree chn am Ge- aufzulösen und weg zu schaffen 
hen hinderte, und den man da» Er erbrach sich einigemal, und 
von herleitete, daß er auf eine die Brust wurde erleichtert und 
Nadel getreten sey, um so mehr, freyer. Inzwischen verlobt er 
da ein Flek, wie ein halber Zoll immer mehr von seinen Kräften, 
groß, mit Blut unterlaufen konnte nicht auf den Füßen ste- 
war. Es wurden ihm daher hen, und der Puls wurde nach 
äußere Umschläge verordnet, die einigen Tagen fieberhaft. Sei- 
der Wundarzt kalt zu machen ne Luppen hatten tchon immer ei- 
fur gut fand. Zu gleicher Zeit n« sehr blasse Farbe gehabt, 
hatte er fast über den ganzen aber nunmehr fingen sie an, be- 
Korper Flecken, wie Flohbisse sonder- die Oberlippe» sehr zu 
groß, die aber von ganz dunkler schwellen, und eine schwarzbrau« 
Farbe, wie Petechien von der ne Farbe anzunehmen. Nun 
schiimsten Art waren. Dabey fieng ich an zu argwöhnen, daß 
befand er sich inzwischen ganz ich zwar auf den dringendsten 
munter, außer daß er elwaege- Full des kleinen Kranken, nicht 
vunsen und bleich aussähe, und aber auf den wesentlichsten Um 
voll und heiser auf der Brust stand der Krankheit gearbeitet 
war, welches ich zum Theil den hatte. Und jetzt erfuhr ich, daß 
kalten Umichlagen zuschrieb, zum das Kind eine Menge von den 
Theil daher erklärte, daß er rothen Beeren deS Taxus- 
Blut ausgeworfen haben sollte, baums gegessen hätte. 
Da der Knabe von Natur voll- 
faskig war, so hielt ich die Krank- Auch besann man sich jetzt, 
heit für nichts weiter, als für daß d,e ausgebrochene Flüßig- 
einen aus Erkältung entstände- kett, die man für Blut angefe- 
nen Brustkatharr. Von den den hatte, von einer hochrothen 
Flecken konnte ich unmöglich Orangenfarbe gewesen war, und 
glauben, daß sie mit diesen wohl also kein Blut, sondern 
Brustaffekt in Zusammenhang vielmehr der Schleim der TaxuS, 
flehen sollten, da fast gar kein beeren gewesen seyn könnte, und
	        

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