Full text: Hessenland (46.1935)

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MAM fiirLlinbes- und Bolksk«nde,WAWe,Kunst und SAristlum Seitens 
Herausgegeben mit dem ArbcitSring für hessische Heimatforschung an der Universität Marburg von Or. C. H i tz er o t h 
Enthaltend zugleich die „Mitteilungen" des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde. 
18 . Mrsang. 
Seit >/<>. Marburg. Mm/ñuni ISZZ. 
Boden, Wirtschaft und Mensch im Kreise Fulda (kurhessischer 
Anteil von Hochrhön und wesil. Rhönvorland). 
(Nach einem Lichtbildervortr g am 2Z. September igJJ vor 
dem N. S. Lehrcrbund zu Fulda) 
Heimatliche Landschaft sollte man auf Wanderungen 
kennen lernen, und so ist selbst ein Lichtbildervortrag 
eigentlich nur ein Behelf, der möglichst bald durch Füh 
rungen ergänzt werden sollte. Aber als Grundlage hei 
matkundlichen WeitcrforjchenS dürften Ergebnisse der 
nachfolgenden Ausführungen doch sehr anregend und 
wesentlich sein. 
Mancherlei Gestein tritt uns im heimatlichen Boden 
entgegen, und eine Wanderung etwa von Gcrsfeld über 
Kippelbach zrim Mittelwald oder von Tann ostwärts 
Von Dr. Ern ft Sobotha, Fulda 
zum Kiwttenhof läßt beim Anstieg in regelmäßiger Folge 
Sandstein, Tone und Kalke übrreinanderlagernd erken 
nen, der Basalt hingegen paßt sich in eine Aufeinander 
folge nicht immer ein. Versteinerungen aus dem hei 
matlichen Boden, die wohl jede Schule besitzt, laßen 
Meercstiere erkennen, Meer muß also einst unser Hei- 
matgebict bedeckt haben, es fehlen aber auch nicht Pstan- 
zenabdrücke und Tierfährten aus alten Fcstlandszeiten. 
Land und Meer im Wechsel müßen das heimatliche 
Gestein zusammengetragen haben, und so soll zunächst 
versucht werden, eine Geschichte des heimatlichen Bodens 
auf Grund der geologischen Befunde zu entwerfen. 
ñbb. I. Geologische Übersichtskarte des üreises Fulda/Gersfeld 1:500000 
(Verkleinerte Wiedergabe der Karte in Sobotha: Geolog. Wanderungen um Fulda, Fulda 1933, 
hier ist Schrifttum zu finden).
        

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