Personalien.
Geboren: E i n Junge: Dr. Voelker und Frau,
geb. Höocl (Kassel, 10. g): RcchtSanwalt Kreischer und
Frau Elise, geb. Brauer (Marburg, 17. g); Ober
stabsarzt Dr. med. Diehls und Frau Cornelia, geb.
Diebel (Kassel, 16. 10.): Bibliothekar Dr. Wolf
0. Both und Frau Elisabeth, geb. Freiin v. Müffling.
E i n M ä d ch e n : Optikermeister Böhler und Frau
Magda, geb. Coenen (Marburg, 23. 8.); Studienassessor
Dr. Kröhl und Frau Hanne, geb. Seih (Spangenberg,
28. 8.); Geologe Dr. Böhm und Frau Anne, geb. Heck
(Kassel, 8. 10.).
Vermählte: Dipl.-Jng. Rudolf Koeltzsch und Fran
Sophie, geb. Knöpfel (Schtvanebeck, 15. 8.); Dipl.-
Jng. H. Kühne und Frau Lotte, geb. Müller (Kassel,
17. 8.); Dr. mbd. Siegfried Leipner und Frau Ursula,
geb. Scholz (Oanzig, 2/s. 8.); Reg.-Jnspektor Groß und
Frau Henny, geb. Feldmauu (Caldern/Verden-Aller,
31.8.); Oberarzt Dr. med. Bock und Frau Ruth, geb.
Läpp (Marburg, 24. g.); Oberleutnant HanS-Karl
Boehm und Frau Ursula, geb. Boehm (Kassel, ß. g.);
Gerichtsassessor Dr. Manfred Gouuermann und Frau
Else, geb. Berkenbusch (Kassel, ß. 10); Dipl.-Ing.
Weigel und Frau Erika, geb. Ernst (Kassel, ß. 10).
Gestorben: Rechnunggrat i. R. W. Wiegand, 78 I.
(Kassel, g. 8.); Konrektor i. R. Schwab, 72 I. (Kassel,
10.8.); Fabrikant Georg Neutze, 77 I. (Volkinarsen,
n. 8.); Lina Geßner, geb. Holzschue, 8g I. (Gensuu-
gen, 13. 8.): Direktor Max Pastorff, 37 I. (Kassel,
ig. 8.); Geheimer Justizrat Duesterberg, 7g I. (Kassel,
4. g.): Staatsarchiodirektor i. R. Geh. Archivrat, Prof.
Dr. Friedrich Küch, 72 I. (Marburg, 18. g.); Metro
politan a. O. Adolf Georg Wille, 70 I. (Marburg,
23. g.); Sanitätgrat Dr. med. Heil, 70 I. (Kassel, 26. g.);
Gewerbeschuldirektor a. D. W. Grunewald, 71 I. (Kas
sel, 21. g.): Rektor i. R. Buder, 73 I. (Kassel, 24. g.);
Kantor Boedecker, 72 I. (Benterode, 22. g.); Kreis
oberinspektor Karl Hartinann (Wolfhagen, 23. g.); Di
rektor i. R. Böhm, 6g I. (Kassel, 2g. g.): Reichsbahn-
Oberinspektor i. R. H. Sierig, 74 I. (Kassel, Z. 10.);
Laudstallmeister Frhr. Paul von Nagel, 60 I. (Waren
dorf, 3. 10.): Hauptmann Ahrens (Kassel, 8. io); Ge
neralmajor a. D. Hoegner, 62 I. (Kassel, 13.10.):
Reichsb.-Jnspektor i. R. Breucher, 70 I (Kassel, 16. 10.).
Mitteilungen des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde.
Herausgegeben vom Vorstande des Vereins.
Der erste Sommerausflug fand am 13. Mai 1335
statt und galt dem Gebiete westlich des Langenberges.
Unter Führung von Herrn Landesbibliotheksdirektor
Dr. Hopf wurde zunächst der Falkenstein besucht.
Hier errichtete Hessen im Jahre 13^6 eine Burg gegen
die kurmainzische Schauenburg, zugleich als Verstär
kung seiner Besestigung in Niedenstein. Der Falkenstein
wurde der Familie von Hund anvertraut und spielte
in den Kämpfen des Jahres 1387 eine gewisse Rolle.
Später, nachdem der Kampf zwischen Hessen und
Mainz entschieden war, verfiel die Burg. Darauf be-
stchtigte man, von Herrn Dr. Jordan geführt, die
Altcnburg, die gewaltige Dolksburg aus der Zeit um
Christi Geburt, die als Mittelpunkt des Chattcngaues
— das Mattinm der Geschichte — eine so große Rolle
in der Geschichte unserer Heimat gespielt hat, bis sie
im Jahre 13 von Germanikus zerstört wurde.
Ein weiterer Ausflug führte am 3. August zunächst
nach Naumburg. Herr Landesbibliotheksdirektor Dr.
Hopf besprach hier die strategische Lage dieses festen
Platzes, der nach dem Emporkommen des Hauses Bra
bant in die Hände von Mainz geriet, das von hier und
der Weidelsburg aus den hessischen Raum bis auf eine
schmale Grenzlinie am Habichtswald zurückdrängte bis
Hessen im 13. Jahrhundert siegte und die Weidels
burg gewanu. Naumburg blieb kurmainzisch, doch ver
sank die Burg im 30jährigen Kriege in Trümmer.
Weiter führte die Fahrt an der alten Kloster
kirche von Netze vorbei, wo die Gebeine der Gra
fen von Waldeck ruhen, nach Waldeck selbst und weiter
nach Bergheini, dem Sitz einer Nebenlinie des Wal
decker Fürstenhauses. Hier besichtigte mau unter Füh
rung des Herrn Kirchenrates Karl Hopf die inter
essante, im Überganggstil erbaute Wehrkirche mit ihren
spätmittelaltcrlichcn Wandgemälden, dem reich
Für die Schriftleitung verantwortlich Archivrat Dr. F.
diese Adresse oder an den Herausgeber, Marburg a. L., Markt 21.
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schnitzten Flügelaltar und den Grabsteinen des Hauses
Waldeck.
Zweigvereili Gelnhausen.
Am i i. Februar sprach Herr Studienassessor Dr. H.
Bott aus Hanau über „Alte Geluhäuser Mühlen
und das kaiserliche Wassergericht in der Wetterau".
A» alten Mühlen in Gelnhausen gab es: an der Kin
zig die Stadtmühle unterhalb der heutigen Kreisspar-
kafse mit der Walkmühle, die Wasenmühle unterhalb
des Schifftores, die Neu- oder Obcrmühle innerhalb
des Fabrikgeländes der Veritas-Gummiwerke, am
Mühlbach die Lohmühle, die man heute noch so nennt,
wenn sie auch jetzt keine Mühle mehr ist, und die noch
bestehende jüngste Mühle, die Burgmühle. Zahlreiche
Verordnungen, wie die Geluhäuser Polizei-Ordnung
von 1672 — ebenso schon 133g und früher — und der
Mehlwiegeeid von 166/s sorgten für Ordnung im
Mühlbetrieb und schützten die Bürger gegen schlechte
Ware und Übervorteilung. Im Gegensatz zu andern
Städten waren die Müller in Gelnhausen aber keine
unehrlichen Leute, sondern frei, Zunftgenossen der
Bäckerzunft, auch Zunftmeister und konnten sogar Rats
herren werden. Drei dieser Geluhäuser Meister als
„von ihren 4 Ahnichten her geborene Müller", dazu
„fromme und ehrbare, verschwiegene Personen, so der
Wasserwageu und Kunst erfahren und gualifizicret"
wurden für würdig erachtet, als kaiserliche Wasserrich-
ter der Wetterau berusen zu werden. Generationen
hindurch haben auf den Mühlen dieselben Familien
gesessen, so die Steuernagel, die Euring, die Kees und
die Hühu.
Ein weiterer, am 3. März 1333 von Herrn Landes
bibliotheksdirektor Dr. Hopf gehaltener Vortrag über
„Verkaufte Soldaten" behandelte das allen Hessen
besonders am Herzen liegende Thema des Soldaten
handels (vgl. „Hessenland" Jahrg. 46, 1333, S. 64).
ge-
Uhlhorn, Marburg a. L., Spiegelslustweg 17. Zuschriften an
Verlag und Druck: Dr. C. Hitzcroth, Marburg a. L.
D. A. IV/33: 830