Volltext: Hessenland (37.1925)

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Scherenschnitt aus Bücking, Die heilige Elisabeth. 
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Verlag Elwert, Marburg. 
N e u e r s ch e i n u n g e n. 
Joseph B o y m a n n. Marburg als Kunst- 
stadt. Mit 46 Abbildungen. Marburg (Kommissions 
verlag N. G. Elwert) 1924. 48 Seiten. 
Das Deutsche Akademische Olympia in 
Marburg a. Lahn 18. bis 20. Juli 1924. Ein 
Album mit 35 Kupferdrucken nach Aufnahmen der 
Wettkämpfe, einer Einleitung von Dr. Jack und der 
Festrede von Prof. Dr. Häpke. Marburg (N. G. El 
wert). Preis 2 M. 
C a st e l l e, Friedrich. Hermann L ö n s u n d s e i n e 
5) e i d e. Eine Wanderung in Bildern durch die 
Stätten seiner Werke. Mit Skizzen und .Handschrift- 
drucken aus dem Nachlaß von Hermann Löns und 
90 schwarzen und farbigen Vollbildern. Berlin (Fr. 
Zillesen sHeinr. Beenkens) 1924. 211 Seiten. Preis 
geb. 14 M. 
v. W a ld e y er-H.a rtz, Hugo. Burg Ludwig 
stein im Werratal. Mit einem Anhang von 
Paul Heidelbach: Rings um den Ludwigstein. 
Mit .Künstler-Zeichnungen. Berlin (Fr. Zillesen (H. 
Beenkens) 1924. 83 Seiten. Preis kart. 1.80 M. 
Handbuch des Kreises Melsungen. 
1925. 6. Jahrgang. Melsungen (A. Ber 
necker). 94 Seiten. Preis 0.80 Nt. 
Schon in früheren Jahrgängen haben wir 
dieses praktische Nachschlagebuch für alle öffent 
lichen Angelegenheiten des Kreises Melsungen 
als vorbildlich hingestellt. Was es darüber hin 
aus enthält, geht auch die Nicht-Kreisinsassen 
an. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Dr. L. 
Armbrust: Das Melsunger Schloß; derselbe: 
Familiennamen in den Dörfern des Kreises 
Melsungen; E. Wenzel: Die Burg Felsberg; 
H. Wenzel: Ältere Klingelbeutelglöckchen im 
Kreis Melsungen; Heinrich Ruppel: Zwischen 
Leben und Tod (Erzählung); derselbe: Der 
Pfarrbaum (Ballade). Weitere Aussätze behan 
deln: Markante Persönlichkeiten des Kreises Mel 
sungen (Oberlehrer Dr. Georg Zilch, genannt 
„der Schorsch"); Das Erleben der Heimat; 
Zählungen und Musterungen in den Dörfern 
der Melsunger Gegend (seit dem Mittelalter); 
Hessische Kunstwerkstätten in Altmorschen. Kalen 
darium und gute Abbildungen vervollständigen 
den Inhalt. — Welcher Kreis folgt nach? H. 
Erzählende Literatur. 
Ganz kurz nur kann diesmal auf einige Neu 
erscheinungen hingewiesen werden. Den Freun 
den Heinrich Ruppels wird es lieb sein, 
von seinem neuesten Werk (Heimatschollen-Ver- 
lag Melsungen, 223 Seiten, Preis geb. 2.50 M) 
zu hören, das er allen guten Müttern als Weih 
nachtsbuch schrieb. Sind doch seine „Hellen 
Herzkammern" ein einziges hohes Lied 
der Mutterliebe. Diese 12 „Geschichten vom 
inneren Leben" erzählen nur schlichte Begeben 
heiten aus enger Dorfwelt und sind doch reich 
au seelischen Erlebnissen. Möchte man doch end 
lich in weitesten Kreisen Hessens diesem Dichter 
die Beachtung schenken, auf die er Anspruch 
hat! — Valentin Traudts, des Sechzig 
jährigen, neuer Roman „Im S o n n f e l d - 
h^a u s " (Weser - Main - Verlag, Kassel, 340 
Seiten, Preis 4.50 M) schildert aus feinster 
Kenntnis der Frauenseele heraus Kampf und 
Sieg einer Mutter, die das Leben mit Tapfer 
keit durchkämpfte. Über dem Buch liegt die Sonne 
edelster Menschenliebe. — Als Verfasser gemütvoller 
Waldgeschichten ist uns bereits der Darmstädter Walter 
S ch w e t e r bekannt. Sein „Matthias D i st e l - 
kamps Abenteuer" (Elwert, Marburg, 92 Seiten, 
Preis 1,50 M) könnte von Eichendorfs geschrieben sein. 
Das Büchlein steckt voller Waldpoesie. — Kurz vor dem 
Weihnachtsfest bringt im gleichen Verlag Helene B r e h m 
unter dem Titel „Das Pochen an der Herztür" 
(84 Seiten) fünf von trefflicher Beobachtung zeugende 
nachdenkliche Erzählungen heraus, von denen „Der Postil 
lon" den Lesern aus unserm Jahrgang 1922 noch bekannt 
sein dürfte. — Wie auf diese Neuerscheinungen, werden 
wir auch auf das von Pauline Fischer rm Heimat- 
schollen-Verlag (Melsungen, 100 Seiten, mit 18 Ab 
bildungen) herausgegebene Bändchen „Reinherz, 
Lebenserinnerungen eines kunstsinnigen Handwerkers aus 
dem Hessenlande" noch eingehend zurückkommen. Wir 
möchten aber schon jetzt auf diese gemütvollen Erinne 
rungen des Kasseler Dekorationsmalers Reinhard 
Hochapfel (1823—1903) aufs nachdrücklichste hin 
weisen. II.
	        

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