1660 goß Guido Mouginot eine Glocke für die
katholische Kirche in Mardorf, Kreis Kirch-
hain.
1661 gössen Meister Johann und Christoph Klei
mann aus Lemgo eine Glocke für Segelhorst,
Grafschaft Schaumburg; 1662 eine Glocke
für Weihbeck, Grafschaft Schaumburg.
1665 goß Johann Maillart eine Glocke für Heldra,
Kreis Eschwege.
1666 goß Mattheus Thenel aus Schmalkaldcn eine
Glocke für Haimbach, Kreis Fulda.
1669 goß Joh. Ulrich aus Homberg eine Glocke
für Ungedanken, Kreis Fritzlar; 1674 eine
Glocke für Niederurf, Kreis Fritzlar; 1676
eine Glocke für Helsa, Kreis Kassel-Land;
1682 eine Glocke für Neumorschen, Kreis
Melsungen; 1681 für Hesserode, Kreis Mel-
sungen; 1678 für Niedervorschütz, Kreis Mel
sungen; 1691 für Binsförth, Kreis Mel
sungen; 1699 für Elfershausen, Kreis Wei
sungen zwei Glocken; 1694 für Heßlar, Kreis
Melsungen; 1700 für Connefeld und Nieder-
möllrich, Kreis Melsungen je eine Glocke.
1671 goß Johann Roth eine Glocke für Kirchbracht,
Kreis Gelnhausen.
1675 goß Henrich Dörr aus Hanau eine Glocke
für Altenhaßlau, Kreis Gelnhausen.
1678 goß Bastian Wiegandt aus Mühlhausen eine
Glocke für das Rentereigebäude in Eschwege.
1680 goß Johannes Schirnbein aus Marburg eine
Glocke für die St. Michaelskapelle in Mar
burg; '1686 zwei Glocken für die beiden
Stadtkirchen in Eschwege; 1685 goß er eine
Glocke für Langendorf, Kreis Kirchhain; 1689
goß er eine Glocke für Reddehausen, Kreis
Marburg; 1669 hatte er auch die größte
Glocke der Pfarrkirche in Marburg umge
gossen, die 1616 von Melchior Möriugk in
Erfurt gegossen war; 1702 zwei Glocken für
Gudeusberg, Kreis Fritzlar; 1700 für Amöne
burg, Kreis Kirchhain; 1703 für Baake,
Kreis Hofgeismar.
1681 goß Benedict Schneidewind von Frankfurt
zwei Glocken für die Marienkirche in Geln
hausen, die aber 1695 schon sprangen; 1083
goß er eine Glocke für Mernes, Kreis Geln-
hausen; 1688 eine Glocke für Birstein, Kreis
Gelnhausen; 1692 goß er je eine Glocke für
das Hospital in Hanau und Lütterz, Kreis
Fulda.
1684 goß Joh. Ulrich von Hersfeld je eine Glocke
für Nentershausen, Kreis Rotenburg und
Niedenstein, Kreis Fritzlar; 1692 eine Glocke
für Niederklein, Kreis Kirchhain; 1696 eine
Glocke für die Marienkirche in Gelnhausen;
1697 für Haddamar, Kreis Fritzlar und Ober
meiser, Kreis Hofgeismar; ebenso für Treis
bach, Kreis Fulda; 1698 eine Glocke für
Archfeld, Kreis Eschwege.
1687 gossen Tilman Schund und Antono Fei von
Aslar eine Glocke für Hochstadt, Kreis .Hanau.
1690 goß Tilman Schmidt aus Aslar eine Glocke
für Rüdigheim, Kreis Kirchhain; 1707 goß
er je eine Glocke für Bergen und Hochstadt,
Kreis Hanau; 1708 eine Glocke für Langen
diebach, Kreis Hanau; 1709 eine Glocke für
Langenselbold, Kreis Hanau.
1699 goß Johann Konrad Roth aus Bamberg drei
Glocken für die St. Johanneskirche in Hanau.
(Fortsetzung folgt.)
Beiträge zur hessischen Ortsnamenkunde.
6. Biebrich, Bebra, Biedenkopf, Beyershausen.
Von Dr. Wilhelm Schoof, Hersfeld.
(Schluß.)
Damit fallen zugleich die leider immer noch
festwurzelnden Ansichten mancher Forscher in sich
zusammen, daß die Namen der Flüsse bei der
Besiedlung durch die Germanen von den Kelten
übernommen seien und daher meist keltisches Sprach-
gut enthielten, eine Ansicht, die ich.bereits an anderer
Stelle zu widerlegen versucht habe. Zugleich aber
erübrigen sich damit die Deutungsvorschläge von
Buck, Foerstemann und Haas a a. O., die Bisher
keltischen Ursprungs erklären, insbesondere die von
ihm selbst inzwischen wieder aufgegebene Hypothese
von Haas (Fuld. Gesch.-Bl. 1912, S.70), der
Biv- als Adjektivum auffaßt und zwar als das
keltische bivo-8, lat. vivus, ahd. quec „lebendig",
so daß Bibra das „lebendige, d. h. munter fließende
Wasser" bedeuten würde.
Es ist vielmehr daran festzuhalten, daß die
Namen der Berge und Gewässer fast nie keltischen
Ursprungs sind, sondern in der Regel mit den
heute meist verschollenen Wortstämmen uralter
Feldnamen zusammenfallen, die ihrerseits in ältester
Zeit nicht nach äußeren Kennzeichen, wie Tier-
und Pflanzenwelt, sondern nach dem Grund und
Boden und seiner wirtschaftlichen und rechtsgeschicht
lichen Verwertung benannt worden sind.
In Hessen findet sich für ahd. biunda, mhd.