Full text: Hessenland (29.1915)

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Festungskommandant Graf Soden, Abordnungen 
der an den Kämpfen beteiligt gewesenen Regimenter 
sowie Angehörige toter deutscher Helden beiwohnten. 
„Wir treten zum Beten", erklang es, dann feierte 
der protestantische Feldprediger Frick die Helden und 
die Heldentaten der Deutschen bei der Einnahme 
Lüttichs. In der gleichen feierlichen Weise gedachte 
man an den übrigen Friedhöfen der toten Helden. 
Glockengießer im Regierungsbezirk Kassel 
vom 14.—20, Jahrhundert. 
Zusammengestellt nach eigenen Aufnahmen von Heinrich Wenzel, Kassel-Wilhelmshöhe, beauftragt 
vom Königlichen Konsistorium zu Kassel mit der Aufnahme der Glocken im Konsistorial-Bezirk Kassel. 
(Fortsetzung.) 
1594 goß Hans Berge aus Eschwege eine Glocke 
für Mitterode, Kreis Eschwege. 
1595 goß er je eine Glocke für Oetmannshausen, 
Kreis Eschwege und Wetter, Kreis Marburg. 
1600 goß Herman König aus Erfurt eine Glocke 
für Ulfen, Kreis Rotenburg; 1603 eine Glocke 
für Binsförth, Kreis Melsungen. 
1608 goß Hans Knauf aus Kassel eine Glocke für 
Wenigenhasungen, Kreis Wolfhagen; 1613 
eine Glocke für die Siechenhofkapelle in Kassel. 
1609 goß Sigmund Arnolt von Fulda eine Glocke 
für Eichenau, Kreis Fulda und 1604 eine 
Glocke für Allmus, Kreis Fulda. 
1612 gossen Francoy Breutel und Thomas Simon 
eine Glocke für Großalmerode, Kreis Witzen- 
hausen. 1616 eine Glocke für Oedelsheim, 
Kreis Hofgeismar. 
1613 goß Hieronymus Möringk aus Erfurt eine 
Glocke für Gilfershausen, Kr. Rotenburg. 
1615 goß Hans Berge aus Homberg a. d. Ohm 
eine Glocke für Zimmersrode, Kreis Fritzlar. 
1616 goß Carl Ulrich eine Glocke für.Allmus, 
Kreis Fulda. 
1621 goß George Köhler aus Kassel eine Glocke 
für Ippinghausen, Kreis Wolfhagen. 
1623 goß Andrick Sabundus aus Schottland eine 
Glocke für Wohra, Kreis Kirchhain. 
1626 goß Godfriedt Köhler aus Kassel eine Glocke 
für Hohenkirchen, Kreis Hofgeismar; 1628 
für Dittershausen, Kreis Kassel-Land; 1630 
eine Glocke für Ehringen, Kreis Wolfhagen; 
1631 für Vollmershausen, Kreis Kassel-Land; 
1634 je eine Glocke für Frankershausen und 
für die Altstädter Kirche in Eschwege, beide 
in demselben Kreis; 1635 eine Glocke für 
Deute, Kreis Melsungen und für den Brücken 
turm in Eschwege; 1636 eine Glocke für 
Dorla, Kreis Fritzlar; 1638 zwei Glocken 
für die Stadtkirche in Lichtenau, Kreis Witzen- 
hausen; bei diesem Guß war ihm Arnolt 
Galle aus Kassel behilflich. Beide Glocken 
sind bei dem großen Brand am 25. Oktober 
1886 geschmolzen. 1645 goß er je eine Glocke 
für Eschenstruth, Kreis Kassel-Land und 
Niederurf, Kreis Fritzlar; 1648 goß er eine 
Glocke für Holzhausen, Kreis Hofgeismar; 
1651 eine Glocke für Speele bei Münden. 
Außerdem goß er noch eine Glocke für Schem- 
„ mern, Kreis Eschwege und Röhrenfurth, Ki:eis 
Melsungen (1620). 
1629 goß Johannes Stolp aus Fronhausen eine 
Glocke für Rollshausen, Kreis Marburg. 
1630 goß David Bracher aus Nürnberg eine Glocke 
für die Stadtkirche in Schmalkalden. 
1631 gossen Claude Voile und David Brovard 
zwei Glocken für Fambach, Kreis Schmal 
kalden; eine davon wurde 1902 umgegossen. 
1631 gossen sie auch eine Glocke für Win 
decken, Kreis Hanau. 
1632 goß Jacob König von Erfurt eine Glocke für 
Kirchhosbach, Kreis Eschwege. 
1648 gossen Jean de la Paix und Antonius Parihs 
aus Lothringen die Osannaglocke für den 
Dom in Fulda; 1662 gossen sie eine Glocke 
für Bickenriede, Kreis Mühlhausen. 
1650 goß M. Engelhardt Kroger aus Minden eine 
Glocke für Weihbeck, Grafschaft Schaumburg. 
1653 goß Jürgen Bergmann aus Bremen je eine 
Glocke für Rodebach, Kreis Eschwege und 
Quentel, Kreis Witzenhausen. 
1652 goß George Schienbein aus Marburg eine 
Glocke für Bürgeln, Kreis Marburg. 1653 
goß er je eine Glocke für Bürgeln und Hes 
kem, Kreis Marburg. 
1655 goß Hans Rausch aus Erfurt eine Glocke 
für Asbach, Kreis Schmalkalden. 
1658 goß Ambrosius Ulrich von Hersfeld drei 
Glocken für die St. Dionysiuskirche in Esch 
wege, die aber wieder umgegossen wurden. 
1666 goß er eine Glocke für die Stadtkirche 
in Hersfeld ; 1676 eine Glocke für Neukirchen, 
Kreis Ziegenhain, die 1881 durch seine Nach 
kommen umgegossen wurde. 
1660 goß Joh. Wagner aus Frankfurt eine Glocke 
für Niederdorfelden, Kreis Hanau.
        

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