Full text: Hessenland (9.1895)

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Aus Keimath nnb Fremde. 
AeMlche Godtenfchau von 1894. 
Di-. Joseph Weyland, Bischof von Fulda, 
Fulda, 11. Januar; Dr. Johann Karl Flügel, 
Gymnasialprofessor a. D., Kassel, 18. Januar; 
Sigmund von Schmerfeld. Eisenbahndirektions 
präsident a. D., Montreux, 12. Februar; Karl 
Kalb, Domdechant und Generalvikar, Fulda, 14. Fe 
bruar; Gottfried Schautz, Metropolitan a. D., 
Kassel, 19. Februar; Philipp Döll, Buchdrnckerei- 
besitzer, Kassel, 5. März; Philipp Werner Hans 
mann, Bergrath a. D., Wilhelmshöhe, 12. März; 
Ferdinand Zw enger, Begründer und Heraus 
geber der Zeitschrift „Hessenland", Fulda, 6. April; 
Theodor Seitz, Apotheker, Kassel, 6. Mai; 
I. F. Zimmermann, Kommerzienrath, Hanau, 
10. Mai; Dr. Emil Joost, Arzt, Kassel, 
21. Mai; Heinrich Weis Haupt, Fabrikant, 
Hanau, 8. Juni; Freiherr Alexander von Baum- 
bach-Rop perhausen, kurhessischer Staats 
minister a. D., Ropperhausen, 1. Juli; Adalbert 
Jäneke, Oberpostkassenbuchhalter a. D., Kassel, 
16. Juli; Dr. theol. Julius Martin, General- 
superintendent a. D., Kassel, 25. Juli; Dr. Jo 
hann Karl Glaser, Universitätsprofessor aus 
Marburg, Neuenhain, 31. Juli; Joseph Busch, 
Geh. Oberregierungsrath, Kassel, 25. Juli; Otto 
Speyer, Professor, Kassel, 3. August; Freiherr 
von Trott zu Solz, Konsistorialpräsident, 
Kassel, 3. August; Freiherr Ernst Schenk zu 
Schweinsberg, Erbschenk von Hessen, Schweins 
berg, 4. August; Reinhard Tietz, Amtsrichter 
a. D., Kassel, 22. September; August Friedrich 
Karfs, Metropolitian a. D., Kassel, 24. Sep 
tember ; Heinrich Gunkel, Geh. Rechnungsrath, 
Kassel, 27. September; Friedrich Engelhardt, 
Major a. D., Kassel, 30. September; Armin 
K o l lm a r, Amtswundarzt, Melsungen, 4. Oktober; 
Eduard Neubert, Regierungs- und Gewerberath, 
Kassel, 6. November; Ludwig Wilhelm Dehnert, 
Forstmeister a. D., Kassel, 9. November; Gustav 
Wilhelm Zimmer mann, Amtsgerichtsrath, 
Kassel, 16. November; Dr. med. Ludwig Ulrich, 
Geh. Sauitätsrath, Kassel, 16. November: Friedrich 
Sacksossky, Oberförster, Reichensachsen, 16. No 
vember; Oskar Henfchel, Geh. Kommerzienrath, 
Kassel, 18. November; Heinrich Knobel, Bürger 
meister, Ehlen, 3. Dezember; Frau Lilly Wigand 
(H. Brand), Schriftstellerin, Wahlershausen, 5. De 
zember; Nötiger Ganslandt, Geh. Jnstizrath 
z. D., Kassel, 5. Dezember; Dr. med. Ludwig 
Wachs, Arzt, Kassel, 11. Dezember; Daniel 
Frey, Kommissionsrath, Hanau, 17. Dezember; 
Dr. jur. Ludwig M öli, Reichsgerichtsrath a. D., 
Kassel, 21. Dezember. 
Bon unsern hessischen h ö h e r e n Le h r a n st alte n 
werden den heurigen Osterprogrammen folgende 
wissenschaftliche Abhandlungen beigegeben werden: 
1. K a s sei ^ G y m n a s i u m: Professor Stall 
Der Historiker Friedrich Wilkeu. II. 
2. Kassel — Realgymnasium: Oberlehrer 
Siebert, Beiträge zur deutschen Einheits 
bewegung. 
3. Kassel — Oberrealschul e: Oberlehrer 
Dr. Knabe, Französische Einflüsse auf das 
deutsche Realschulwesen. 
4. Kassel - Neue Reals ch ule: Oberlehrer 
Dr. Po hl er. Kriegerische Ereignisse in der 
Umgegend von Kassel. I. die Kampfe an der 
Mündener Straße. 
5. Hanau — Gymnasium: Direktor 
Dr. Braun, Illustris scholae Hanoviensis 
leges et album civium academicorum inde ab 
1665 nsque 1812. 
Dr. A. 
Todesfälle. In der Nacht zum 17. Dezember 
verschied in Frankfurt, wo er sich aus der 
Durchreise befand, in Folge eines Schlaganfalles der 
Kommissionsrath Daniel Frey, Direktor des 
Hanauer Stadttheaters. Frey hat ein Alter von 
mehr als 77 Jahren erreicht und erfreute sich in 
ganz Deutschland des Rufes eines vortrefflichen 
Bühnenleiters. Er war am 15. April 1817 in 
Kassel geboren, widmete sich sehr früh der Künstler 
bahn und legte an einer Reihe von Theatern Proben 
seiner Tüchtigkeit ab. Als im Jahre 1872 das 
Hanauer Theater in den Besitz der Stadt über 
ging, übernahm Daniel Frey die Leitung desselben, 
die er seitdem (gleichzeitig mit den Theatern von 
Homburg und Offenbach) führte. Mit welchem 
künstlerischen Erfolge, das brauchen wir, so bemerkt 
die „Han. Ztg.", nicht näher auszuführen, das ist 
allgemein bekannt. Im ganzen deutschen Reiche ist 
der Name unseres Bühnenleiters in Künstlerkreisen 
hochgeachtet, viele junge talentvolle Kräfte haben unter 
ihm weitere Ausbildung für ihren schweren Berns ge 
sucht und gefunden, viele Direktoren entschlossen sich 
viel leichter zu dem Engagement eines Künstlers, 
wenn sie wußten, daß er in der Frey'schen Schulung 
gewesen war. Auch an äußeren Beweisen der 
Anerkennung hat es Daniel Frey nicht gefehlt. 
Kaiser Wilhelm 1. ernannte ihn zum Kommissions 
rath, der Großherzog von Hessen verlieh ihm ben
	        

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