Volltext: Hessenland (4.1890)

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Weise verherrlicht zu sehen, wie dies in der Treller'schen 
Dichtung der Fall ist. Der längst gehegte Plan, 
dem Landgrafen Philipp dem Großmüthigen in seiner 
alten Hauptstadt Kassel ein Denkmal zu setzen, rückt 
seiner Verwirklichung näher, und die Aufführung des 
Treller'schen Volksbühnenspiels wird dieselbe wesentlich 
sördern. So unterliegt es denn wohl auch keinem Zweifel, 
daß die letztere in ganz Kassel und Hessen überhaupt auf 
die sympathischste Aüfnahme rechnen kann. -r. 
Wie wir in der „Kasseler Allgemeinen Zeitung- 
lesen, steht zunächst in Eschwege die Aufführung 
des Falckenheiner'schen Volksbühne n- 
spiels „Der Apostel der Deutschen- in 
Aussicht. Zur Ausführung dieses Planes soll sich 
daselbst aus den verschiedensten Bürgerkreisen ein Komits 
bilden, welches die Angelegenheit weiter betreiben wird. 
Briefkasten. 
Ph. L. Berlin. Wegen absoluten Mangels an Raum 
ist es uns bis jetzt nicht möglich gewesen, Zhre Besprechung 
zu bringen. Offen gestanden, halten wir auch das Buch 
gar nicht der Aufmerksamkeit werth, in solch eingehender, 
wenn auch abfälliger Weise, besprochen zu werden. Es 
ist einfach unter der Kritik, schade um den guten Druck 
und das Papier. Freundlichen Gruß. 
P. GL Marburg. Das Vermißte hat sich noch nicht 
wiedergefunden. Sie würden uns verbinden, wenn Sie 
uns die betr. Verfügung nochmals zusenden wollten; auch 
der in Aussicht gestellte Brief wird uns willkommen sein. 
Dj*. M. Gießen. Die gewünschte Auskunft erhalten Sie 
in aller Kürze. Für die Einsendung statten wir Ihnen 
unseren verbindlichsten Dank ab. Den Korrekturabzug 
werden wir Ihnen zusenden. 
A. D. Kassel. Ueber den Zusammenhang der Sache 
werden wir Ihnen brieflich das Nähere mittheilen. Schon 
in dieser Nummer Ihrem Wunsche zu entsprechen, war uns 
nicht gut möglich. Wir bitten deshalb um Entschuldigung. 
6. P. Wächtersbach. Wie Sie sehen gleich benutzt. 
Besten Dank und freundlichen Gruß. 
Nollrslnihnen spiel 
„Philipp der Großmüthiges 
von Franz Treller. 
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An unsere hessischen Landsleute, insbesondere an unsere Mitbürger 
in Kassel! 
Mit der öffentlichen Aufführung des vaterländischen Volksbühnenspiels „Philipp der Groß 
müthige" haben wir eine große und schwierige Aufgabe übernommen, zu deren glücklicher Lösung 
die innige Theilnahme aller derer erforderlich ist, denen die Geschichte ihres engeren Vaterlandes 
und eine große Vergangenheit am Herzen liegen. 
Es ist das erste Mal, daß wir ein Stück hessischer Geschichte über die Bühne schreiten sehen, 
und es dünkt uns, jedem rechten Hessen muß es Freude machen, zum Gelingen des Ganzen in 
seiner Weise mitzuwirken; es ist ein ernstes Volksfest, welches wir mit der Aufführung dieses 
Bühnenspiels zu begehen gedenken. 
Haben wir im Luthersestspiel unseren großen Reformator gefeiert, im Kaiserfestspiel die 
Kaiseridee und die großen Hohenzollernfürsten, welche die tiefe Sehnsucht des deutschen Volkes nach 
einem einigen Vaterlande stillten, so soll hier im Landgrasenspiel der große Heffenfürst gefeiert 
werden, der mit seinem ganzen Sein selbstlos eintrat für die Reformation und seine hingebende 
Treue an das evangelische Bekenntniß mit schwerem, hochherzig ertragenem Leid besiegelte. 
Für die erste Aufführung „Philipp des Großmüthigen" ist der 10. November, der Geburts 
tag Luther's, ausersehen, ein Tag, so recht geeignet, den Reformator und seinen großen schwert- 
gewaltigen Mitstreiter zu feiern. 
An die Bewohner Kassels und des Hessenlandes, an alle Hessen ergeht hiermit der Ruf, das 
große und schwierige Vorhaben nach Kräften zu fördern, auf daß wir es ruhmvoll zu Ende führen. 
Der Ausschuß für die Aufführung: 
ZSarthekmes, Rentmeister. Mrede- Musikdirektor. Mrrmnemann, Buchhändler, 
ßtaus- Kaufmann. Aölt- Buchdruckereibesitzer. Guvelt- Baumeister. Dr. Karnier, 
Rechtsanwalt. Kartdegen, Banquier. Dr. Keußner- Gymnasial-Direktor. Kotitz- 
Akademie - Direktor. Kornemann, Stifts - Kasstrer. Kröner - Superintendent. 
Dr. Lohmeyer- Bibliothekar. Woltat- Mitglied des Stadtraths. Hpitz- Ober 
regierungsrath. Hpper- Pfarrer. August A. Pfeiffer- Banquier. Iiohde- 
Konsistorialrath, Stellvertreter des Vorsitzenden. Dr. Saltmann- Pfarrer. 
Dr. Schier- Rechtsanwalt. Schmidt- Glasermeister. Schminke- Buchbindermeister, 
von Stamford- Major a. D., Vorsitzender des Ausschusses. Aranz Hrelter. 
Ultmann- Rektor. Dr. Aogt, Gymnasialdirektor. Dr. Wittich- Realgymnasial-Direktor. 
Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: F. Zwengerin Fulda, Druck und Verlag von Friede. Scheel in Kassel»
	        

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